Hochtief hat mit den Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr den Markt überrascht. Auch Stefan Röhle von Independent Research bewertet die Zahlen für 2010 deutlich besser als erwartet. Allerdings habe Hochtief stark von Währungseffekten profitiert. Thema Nummer Eins war zuletzt die Übernahmeschlacht mit ACS. Ein Begriff, der laut Röhle aber nicht mehr passt. Warum, erfahren Sie im folgenden Interview.
Der von einer feindlichen Übernahme durch den Konkurrenten ACS bedrohte Essener Baukonzern Hochtief hat für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 ein Rekordergebnis vorgelegt. Unter dem Strich betrug der Gewinn 288 Millionen Euro nach 191,7 Millionen Euro im Vorjahr, teilte Hochtief am Mittwoch in Düsseldorf mit. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 27 Prozent auf 756,6 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um elf Prozent auf 20,16 Milliarden Euro. Der Auftragseingang lag mit 29,6 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 22,5 Milliarden Euro. Von dem Rekordgewinn sollen auch die Aktionäre profitieren. Das Management will die Dividende deutlich um 0,50 Euro auf 2,00 Euro je Aktie aufstocken. Die Aktionäre sollen auch künftig von steigenden Gewinnen und möglichen Verkäufen von Sparten profitieren. Im laufenden Jahr soll das Vorsteuerergebnis auf etwa eine Milliarde Euro und der Konzerngewinn auf 600 Millionen Euro steigen.

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