Starke US-Arbeitsmarktdaten und Sorgen
über Irland haben die jüngste Rally des Euro
In den USA war die Zahl der Beschäftigten im Oktober mehr als doppelt so stark wie erwartet gestiegen. Zudem wurde der Beschäftigungsabbau in den Vormonaten deutlich geringer als bislang ausgewiesen. In Europa ließen Sorgen über die harten irischen Sparpläne die Risikoaufschläge für Staatsanleihen aus den Randstaaten wie Irland und Griechenland wieder steigen.
Experten waren indes über die weitere Entwicklung des Euro geteilter Meinung. Die seit Juni besser werdenden Daten vom Arbeitsmarkt und freundlichere Stimmungsindikatoren zeigten, dass die US-Wirtschaft sich in die richtige Richtung entwickle, sagte Thomas Kressin von der Kapitalanlagegesellschaft Pimco. Daher halte er eine weiter unterdurchschnittliche Entwicklung des Dollar im Vergleich zu den Währungen anderer Industrieländer für unwahrscheinlich. Dies gelte angesichts der Probleme in der Eurozone insbesondere gegenüber dem Euro. Da die weitere Lockerung der Geldpolitik durch die US-Notenbank schon seit Monaten eingepreist worden sei, müssten für eine anhaltende Schwächung der amerikanischen Währung neue Belastungsfaktoren ins Spiel kommen.
Dagegen glauben andere Beobachter nicht an einen deutlichen Kursrückgang des Euro. "Bevor man mit dem Gedanken an ein Ende der lockeren US-Geldpolitik flirtet, braucht es schon eine ganze Reihe starker Konjunkturdaten", meinte etwa Alan Ruskin, Währungsstratege bei der Deutschen Bank./RX/gl/he
AXC0194 2010-11-05/20:13
