Die Aktien von Roth & Rau
Roth & Rau-Aktien sackten am TecDax-Ende gegen 11.35 Uhr um 10,55 Prozent auf 14,920 Euro ab. Das war der größte Kursrutsch seit Dezember 2008. Für die Anteilsscheine von Phoenix Solar ging es um 4,21 Prozent auf 25,705 Euro abwärts. Der Technologie-Index gab zeitgleich 0,91 Prozent auf 817,73 Punkte ab.
Die auf die Solarbranche spezialisierten deutschen Anlagenbauer
wie Roth & Rau, Manz
Als "fürchterlich" bezeichnete ein Händler nun die Roth & Rau-Daten. Sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liege deutlich unter den Erwartungen. Das Ergebnis enttäusche dabei nicht nur wegen einer Sonderbelastung. Auch die Prognose liege deutlich unter den aktuellen Analystenschätzungen.
Commerzbank-Analyst Robert Schramm hob in seinem Kommentar hervor, dass die deutlich reduzierten Ergebnisziele für das laufende Jahr mitten im bislang besten Investitionszyklus der Solarbranche kämen. Dies bedeute auch eine geringe Ergebnisqualität von Roth & Rau. Damit könnte seine bisherige Prognose für den operativen Gewinn 2010 um bis 70 Prozent sinken, kündigte der Experte an.
Die Zahlen von Phoenix fielen laut Unicredit-Analyst Michael Tappeiner schwächer als von ihm erwartet aus. Allerdings habe das Photovoltaik-Unternehmen die Ziele für 2010 bestätigt. Die gut gefüllten Auftragsbücher deuteten auf ein starkes Schlussquartal hin. Händler hatten sich noch negativer geäußert: Die Zahlen hätten "auf der ganzen Linie enttäuscht", kommentierte einer. Sowohl der Nettogewinn als auch der Umsatz des Photovoltaik-Unternehmens sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) seien unter den Erwartungen geblieben. Ein weiterer Börsianer hatte bereits vor Handelsbeginn orakelt: "Das dürfte nach den Zahlen und auch den schlechten Nachrichten von Roth & Rau kein guter Tag für Solartitel werden."/rum/ck
ISIN DE000A0JCZ51 DE000A0BVU93
AXC0159 2010-11-10/11:47
