Am großen Verfallstag (Hexensabbat) an
den Terminbörsen und vor den Neuwahlen in Griechenland hat sich der
Dax
Marktanalyst Frank Geilfuß vom Bankhaus Löbbecke verwies als Kurstreiber auf vage Gerüchte, wonach sich die globalen Notenbanken auf ein konzertiertes Eingreifen vorbereiten, sollte es auf absehbare Zeit zu Turbulenzen an den Finanzmärkten kommen. Die Hoffnung darauf hatte am Vorabend schon die Wall Street angetrieben und so für positive Vorgaben gesorgt. "Vor der Griechenland-Wahl ist außerdem schon viel Negatives in den Kursen eingepreist", so der Experte. Umfragen sagen voraus, dass keine der großen Parteien eine absolute Mehrheit im griechischen Parlament schaffen wird. "Selbst diese würde die Probleme aber auch nicht auf einen Schlag lösen", fügte Geilfuß hinzu.
FMC LEIDEN UNTER MEDIENBERICHT
Vom Verfall an den Terminbörsen erwartet der Experte angesichts einer bislang dünnen Handelsspanne keine größeren Kursausschläge mehr. "Bewegung könnte am Nachmittag dann noch mit dem Handelsstart in New York aufkommen." Impulse könnten dann von Seiten der Konjunkturdaten wie etwa dem Empire State Index, der Industrieproduktion und dem von der Uni Michigan ermittelten Verbrauchervertrauen kommen. Zum Ende hin hält es Geilfuß für möglich, dass sich einige Marktteilnehmer vor dem Wahlwochenende in Griechenland noch zurückziehen werden.
Bei Einzelwerten fielen die Papiere von Fresenius Medical Care
(FMC)
VERSORGER, STAHL- UND FINANZWERTE GEFRAGT
Mit Verlusten zwischen 0,56 und 1,16 Prozent bei Henkel
Fest zeigten sich weiterhin die Versorger, die damit an ihren
bisher freundlichen Wochenverlauf anknüpften. RWE
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---
ISIN DE0008469008 DE0007203275 DE0008467416
AXC0089 2012-06-15/12:03
