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MÄRKTE EUROPA/Investoren werden vorsichtiger und machen Kasse

Von Thomas Leppert

"Die Börse ist keine Einbahnstraße" heißt eine alte Börsenregel. Mit der exzessiven Geldpolitik der Notenbanken gab es für die Aktienmärkte lange Zeit nur eine Richtung: aufwärts. Nun werden die Investoren vorsichtiger. Die Angst, dass die US-Notenbank den Geldhahn zudrehen wird, bremst weltweit die Börsen aus. Forderungen einiger Fed-Gouverneure nach einer Drosselung der Wertpapierkäufe durch die US-Notenbank drücken auf die Stimmung an den Kapitalmärkten. Aber auch die Kurskapriolen an der Börse in Tokio mahnen zur Vorsicht. Der DAX schloss 1,2 Prozent leichter bei 8.196 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 gab um 1,7 Prozent auf 2.709 nach. Das ist der niedrigste Stand seit dem 2. Mai dieses Jahres.

Die am Vormittag veröffentlichten europäischen Service-Einkaufsmanagerindizes blieben in der zweiten Lesung unter den Erwartungen. Mit 47,2 Punkten im Mai wurde die Prognose für die Eurozone von 47,5 nicht ganz erreicht. Auch wenn sich der Index nun zum zweiten Mal in Folge im Vergleich zum Vormonat erholt habe, sei doch wegen der fallenden Geschäftserwartungen eine Rückkehr zum Wachstum unwahrscheinlich, sagte Howard Archer von Global Insight. Archer geht davon aus, dass die EZB auf ihrer morgigen Sitzung die Leitzinsen bestätigen wird.

Die US-Daten am Nachmittag lieferten ein etwas eingetrübtes Bild für die Verfassung am US-Arbeitsmarkt. So enttäuschte der Beschäftigungsreport des privaten Dienstleisters ADP leicht. Auch die Beschäftigungskomponente des Einkaufsmanager-Index aus dem nicht verarbeitenden Gewerbe fiel zurück. Zudem stieg der Auftragseingang der Industrie nicht so stark, wie an der Börse erwartet. Die Helaba geht davon aus, dass die Daten nichts an der Erwartung ändern werden, dass die Fed ihre Anleihekäufe anpassen wird.

Dem Euro war es gegenüber dem Dollar den dritten Tag in Folge vergönnt, den Sprung über die Marke von 1,31 Dollar zu schaffen. Für die Gemeinschaftswährung werden am Abend rund 1,3080 Dollar bezahlt. Während in den USA ein Ende der expansiven Geldpolitik intensiv diskutiert wird, versucht die Europäische Zentralbank die Konjunktur im Euroraum mittels einer lockeren Geldpolitik anzukurbeln. "Mittelfristig bleibt dieser qualitative Unterschied in der Geldpolitik der entscheidende Faktor für niedrigere Euro/Dollar-Notierungen", sagt Thu Lan Nguyen von der Commerzbank.

Die zehnjährige Bundesanleihe rentiert kaum verändert bei 1,52 Prozent. Eine Aufstockung von Bundesobligationen traf am Vormittag auf eine gute Nachfrage, nachdem die Renditen zuletzt deutlicher angezogen waren.

Für Kursbewegungen bei den Einzelwerten sorgen verstärkt Analysten mit ihren Einstufungen. So stieg die Aktie der Deutschen Post um ein Prozent auf 19,46 Euro, nachdem die Deutsche Bank das Kursziel auf 25 Euro hochgenommen hatte. Damit trauen die Analysten der Aktie noch ein Kursplus von gut 25 Prozent zu. Continental-Aktien stiegen, nachdem HSBC das Kursziel auf 123 Euro erhöht hatte. Die Bank sieht für den Wert noch rund 20 Prozent Luft nach oben. Berenberg ist vorsichtig gegenüber K+S eingestellt, die Aktie verlor 2 Prozent auf 30,73 Euro.

An Europas Börsen mussten auch die Einzelhändler Kursverluste hinnehmen, der Sektor gehörte mit einem Abschlag von 2,0 Prozent zu den größten Verlierern. Der Einzelhandel in der Eurozone hatte sich im April mit einem Minus um 0,5 Prozent erneut schwächer entwickelt als erwartet. Die Aktien von Carrefour verloren nach einer Abstufung auf "Untergewichten" durch die Bank HSBC 4 Prozent auf 21,47 Euro. Tesco-Aktien büßten nach einem schwachen Zwischenbericht 5,1 Prozent auf 345,60 Pence ein. Die Briten haben im ersten Quartal im Ausland 4,6 Prozent weniger abgesetzt. Auch die Kurse von Metro und Ahold gaben nach.

Am Abend veröffentlicht die US-Notenbank den monatlichen Konjunkturausblick. Sollten sich in diesem auch Beige Book genannten Bericht Hinweise auf eine Drosselung der Wertpapierkäufe finden, könnten die Kurse an der Wall Street im späten Handel stärker unter Druck geraten.

.           Index               Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
.                                  stand      absolut         in %          seit 
.                                                                   Jahresbeginn 
Europa      Euro-Stoxx-50       2.712,40       -43,30        -1,6%           2,9 
.           Stoxx-50            2.692,20       -40,64        -1,5%           4,4 
.           Stoxx-600             295,39        -4,20        -1,4%           5,6 
Frankfurt   XETRA-DAX           8.196,18       -99,78        -1,2%           7,7 
London      FTSE-100            6.419,31      -139,27        -2,1%           8,8 
Paris       CAC-40              3.852,44       -73,39        -1,9%           5,8 
Amsterdam   AEX                   353,06        -7,36        -2,0%           3,0 
Athen       ATHEX-20              334,86         2,52        +0,8%           8,1 
Brüssel     BEL-20              2.609,56       -35,85        -1,4%           5,4 
Budapest    BUX                19.138,82         7,86        +0,0%           5,3 
Helsinki    OMXH-25             2.272,31       -45,29        -2,0%           2,8 
Istanbul    ISE NAT. 30        97.598,08     -1601,57        -1,6%          -0,1 
Lissabon    PSI 20              5.930,99       -57,88        -1,0%           3,9 
Madrid      IBEX-35             8.363,00       -72,30        -0,9%           1,5 
Mailand     FTSE-MIB           16.971,17      -164,31        -1,0%           4,3 
Moskau      RTS                 1.301,08       -21,31        -1,6%         -14,8 
Oslo        OBX                   445,16        -3,54        -0,8%           8,5 
Prag        PX                    963,34        -4,54        -0,5%          -7,3 
Stockholm   OMXS-30             1.185,04       -22,52        -1,9%           7,3 
Warschau    WIG-20              2.461,51        -1,41        -0,1%          -4,9 
Wien        ATX                 2.408,14        -3,51        -0,1%           0,3 
Zürich      SMI                 7.747,84      -127,84        -1,6%          13,6 
 
 
DEVISEN   zuletzt  '+/- %  Mi, 7.38 Uhr  Di, 17.45 Uhr 
EUR/USD    1,3092   0,02%        1,3089         1,3075 
EUR/JPY  129,7807  -0,34%      130,2174       130,9346 
EUR/CHF    1,2329  -0,47%        1,2387         1,2396 
USD/JPY   99,1370  -0,35%       99,4850       100,1360 
GBP/USD    1,5395   0,40%        1,5333         1,5314 
 

Kontakt zum Autor: thomas.leppert@dowjones.com

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(END) Dow Jones Newswires

June 05, 2013 12:17 ET (16:17 GMT)

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