New York (BoerseGo.de) - Dank der US-Notenbank Fed wird der jährliche Frühjahrseinbruch der Wirtschaft wahrscheinlich nicht zu einem Frühjahrsstillstand ausarten. Wenn es die Fed nicht gäbe, welche Milliarden billiger US-Dollar in die Wirtschaft pumpt, dann würden die im nächsten Fiskaljahr anstehenden Ausgabenkürzungen wahrscheinlich einen größeren Einfluss auf das Wirtschaftswachstum, Neueinstellungen, Unternehmensausgaben und das Verbrauchersentiment haben. Am kommenden Freitag wird die Regierung die jüngsten Daten zum Wirtschaftswachstum im ersten Quartal veröffentlichen. Es wird eine wesentlich stärkere Entwicklung erwartet als in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres, als die Sorgen über die drohende fiskalische Klippe Unternehmen und Verbraucher gelähmt und die Wirtschaft fast zum Stillstand gebracht haben.
Die meisten Analysten erwarten für das erste Quartal eine Wachstumsrate von etwa 3,0 Prozent, was einen deutlichen Anstieg gegenüber dem kläglichen Ergebnis des vorausgegangenen Quartals mit gerade einmal 0,4 Prozent bedeutet. Das Wiederaufhellen der Wirtschaft hat sich eingestellt, nachdem zu Beginn des Jahres die Blockade beim Haushalt in Washington aufgelöst worden war und Konsumenten und Unternehmen aufgeschobene Ausgaben, Investments und Neueinstellungen nachgeholt haben. Der Wachstumsschub in der Wirtschaft scheint sich jetzt abzuschwächen, gleichwohl ist aber kein Stillstand erwartet. Das langsamere Wachstumstempo spiegelt wahrscheinlich eine Rückkehr zu dem schleppenden Wachstum wieder, welches seit dem Ende der großen Rezession von 2009 Platz gegriffen hat.
