Der Dax hat am Freitag nach einem enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht zumindest einen Teil seiner Gewinne ins Ziel gerettet. Marktanalyst Gregor Kuhn vom Broker IG verwies darauf, dass bei den durchwachsen ausgefallenen Daten "eigentlich für jeden etwas Positives dabei ist". Zum Handelsschluss stand der deutsche Leitindex noch 0,55 Prozent höher bei 9473,24 Punkten. Auf Wochensicht steht damit ein Plus von 0,40 Prozent zu Buche. Nach dem Fehlstart ins neue Jahr liegt der Dax aber immer noch unter
seinem Ende 2013 erreichten Rekordhoch.
SAP nach Zahlen schwach
Die Aktien von SAP sind am Freitag nach überraschend vorgelegten Eckdaten für das vierte Quartal ans Dax-Ende durchgereicht worden. Vor allem vom Wachstumstreiber der Walldorfer, der superschnellen Datenbank Hana, hatten sich Händler mehr erwartet. Auf den ersten Blick sehen die Zahlen von SAP nicht schlecht aus: Der Umsatz
war im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 16,8 Milliarden Euro
gestiegen. Dabei wurde der Softwarekonzern von starken Währungseffekten ausgebremst. Die Verluste durch den starken Euro herausgerechnet, war das Wachstum nämlich doppelt so hoch ausgefallen. Der Umsatz mit Software und software-bezogenen Dienstleistungen hatte währungsbereinigt um 11 Prozent auf
14,03 Milliarden Euro zugelegt. Im Sommer hatte SAP die Ziellatte für das Wachstum von zuvor 11 bis 13 Prozent auf mindestens 10 Prozent gesenkt. Mit einem bereinigten Betriebsgewinn von rund 5,9 Milliarden Euro traf SAP ebenfalls das eigene Ziel. Händler Markus Huber von Peregrine & Black wertete das Schlussquartal auf Basis der vorgelegten Zahlen derweil als Erfolg. Insbesondere das Cloud-Geschäft habe einmal mehr die Erwartungen übertroffen. Gegenwind sei dagegen von Wechselkursen gekommen, die doch ziemlich auf die Ergebnisse gedrückt hätten. Für die kommenden Quartale sei SAP gut aufgestellt.
Commerzbank: Sensationelles Kursziel
Die Commerzbank ist die heißeste Aktie im DAX. Der Titel ist auch 2014 nicht zu bremsen. Die meisten Analysten glauben nicht, dass die Rallye noch lange weitergeht. Ganz anderer Meinung ist Guido Hoymann vom Bankhaus Metzler.
