Die US-Großbank JPMorgan
Vor allem der Vorschlag der Bank, sich einen Teil der Kosten beim Einlagensicherungsfonds FDIC zurückzuholen, stößt offenbar auf Widerstand der Regierung. Zudem sei das Justizministerium nicht damit einverstanden, dass sich die US-Großbank von der möglichen Strafverfolgung in einigen Punkten freikaufen will. Ein Teil des anvisierten Vergleich ist seit Freitag vergangener Woche bereits Fakt. Mit der Behörde FHFA, die für Immobilienfinanzierungen zuständig ist, einigte sich JPMorgan auf die Zahlung von 5,1 Milliarden Dollar.
Aber auch in diesem Punkt gebe es unterschiedliche Auffassungen zwischen dem US-Justizministerium und der Bank, hieß es in Kreisen. Es sei unklar, wieviel der FHFA-Zahlung in die anvisierte Vergleichssumme von rund 13 Milliarden Dollar einfließen soll. Nach Auffassung von JPMorgan wären nur noch rund 8 Milliarden Dollar offen, die Regierung geht offenbar von 9 Milliarden aus.
Sollten sich die Bank und die Regierung auf die Summe von 13 Milliarden Dollar einigen, wäre es die bisher höchste Strafe, die ein Institut für fragwürdige Hypothekengeschäfte zahlen müsste. Für die Bank wäre es dennoch ein Fortschritt, da die Sache damit endlich aus der Welt wäre./zb/kja/stb
ISIN US46625H1005
AXC0106 2013-10-30/11:09
