NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat die Pläne des finnischen Edelstahlkonzerns Outokumpu zur vorzeitigen Schließung seines Bochumer Stahlwerks scharf kritisiert. Sie habe gegenüber Outokumpu-Chef Mika Seitovirta das "große Befremden der Landesregierung" deutlich gemacht, dass Outokumpu bestehende Verträge nicht einhalte, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag. "Dieses Verhalten verstößt gegen die Unternehmenskultur in diesem Land", so Kraft.
Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) bezeichnete den "einseitigen Bruch geltender Tarifverträge" als schweren Schlag gegen die sozialpartnerschaftliche Kultur in NRW. Vor dem Hintergrund hoher Verluste hatte der weltgrößte Edelstahlkonzern am Dienstag ein vorzeitiges Aus für sein Bochumer Stahlwerk mit rund 450 Beschäftigten angekündigt. Das Werk soll voraussichtlich bereits im Verlauf des kommenden Jahres geschlossen werden.
Nach der Übernahme des ehemals zur ThyssenKrupp-Edelstahlsparte
ISIN DE0007500001 FI0009002422
AXC0174 2013-10-01/14:50
