(Neu: mehr Details und Hintergrund, Aktienkurs)
LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Ein sich rasant drehendes
Übernahmekarussell sowie ein robuster Jahresstart haben Bayer
Am Finanzmarkt kamen die Kennzahlen und die Übernahmefantasien
gut an. Die Aktie setzte sich mit einem Kursgewinn von mehr als vier
Prozent an die Dax-Spitze
REZEPTFREIE MITTEL IM BLICK
Bayer ist laut früheren Angaben generell an einem Ausbau des
Geschäfts mit Tierarzneien und rezeptfreien Medikamenten
interessiert. Beim Konkurrenten Novartis aus der Schweiz kamen die
Leverkusener zuletzt nicht zum Zuge. Nun interessieren sie sich laut
der Tageszeitung "Die Welt" (Montag) zusammen mit dem britischen
Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser <3RB.FSE>
Das Gebot liege bei rund 14 Milliarden US-Dollar, schreibt das Blatt unter Berufung auf Unternehmenskreise. Bayer wollte den Bericht nicht kommentieren. Auch über einen Verkauf des zuletzt schwächelnden Kunststoffgeschäfts wurde erneut spekuliert. Entsprechende Gerüchte machen allerdings bereits seit dem Antritt von Dekkers 2010 die Runde.
ÜBERNAHMEWELLE ROLLT DURCH BRANCHE
Derzeit fegt eine regelrechte Übernahmewelle durch die Branche.
Erst am Dienstag hatte sich Novartis
Da viele in der Branche mit dem Ablauf von Patenten und Kostendruck kämpfen, kommt es derzeit vermehrt zu Umwälzungen. Bei Bayer sind die Wachstumssorgen aber vergleichsweise gering. Der Grund sind zahlreiche neue Produkte. Allein im ersten Quartal hat sich der Umsatz mit fünf neuen Pharma-Mitteln auf knapp 600 (Vorjahr 244) Millionen Euro mehr als verdoppelt. Auch ein guter Saisonstart in Europa für Agrochemikalien sorgte bei Bayer für Rückenwind. Im Konzern legte der Umsatz um 2,8 Prozent auf 10,56 Milliarden Euro zu. Ohne den Einfluss von Wechselkursschwankungen und Zu- und Verkäufe hätte das Wachstum bei 8,4 Prozent gelegen.
KUNSTSTOFFGESCHÄFT MIT DEUTLICHEM ERGEBNISANSTIEG
Nach der Schwäche der vergangenen Quartale wuchs auch das Kunststoffgeschäft. Bayer profitierte hier von höheren Absatzmengen außer in Lateinamerika, Afrika und dem Nahen Osten. Die Preise standen aber weiter unter Druck. Bei den Gewinnkennzahlen verzeichnete Bayer kräftige Zuwächse. Dabei zahlten sich auch die im Kunststoffgeschäft eingeleiteten Sparmaßnahmen aus. Insgesamt stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sonderposten im ersten Quartal um 11,6 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro. Der Gewinn verbesserte sich noch deutlicher um 22,7 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt bis auf den Umsatz weniger erwartet./jha/stw/rum
ISIN GB0009895292 US7170811035 US5324571083 DE000BAY0017 GB00B24CGK77
AXC0060 2014-04-28/09:57
