Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt
Wien (pta005/18.12.2014/07:45) - Wien, 18. Dezember 2014 - Die börsennotierte
Sanochemia Pharmazeutika AG, Wien (ISIN DE000A1G7JQ9, ISIN AT0000776307), gibt
heute ihre Jahreskennzahlen für das Geschäftsjahr 2013/14 (1.10.2013 bis
30.09.2014) bekannt.
Der Gesamtumsatz per 30.09.2014 beträgt TEUR 34.051 (VJ: TEUR 33.302). Es konnte
zwar eine Steigerung erzielt werden, diese liegt aber unter den Erwartungen und
ist vor allem durch die im GJ noch nicht realisierten, aber geplanten
Geschäftsabschlüsse am US-Markt und die anhaltenden politischen Verwerfungen in
einem Teil von SANOCHEMIAS Zielmärkten bedingt.
Umsatz und Ertragslage:
* Umsatz: TEUR 34.051 (VJ: TEUR 33.302)
* EBIT: TEUR -2.228 (VJ: TEUR 224)
* Ergebnis nach Steuern: TEUR -3.395 (VJ: TEUR -1.225)
SANOCHEMIA konnte im Geschäftsjahr 2013/14 ein Umsatzplus von 0,75 Mio. Euro
realisieren. Positiv zeigt sich weiterhin die Entwicklung des Radiologieexports,
der um ca. 4 Mio. Euro gesteigert werden konnte, wohingegen im Bereich der
Wirkstoffsynthese ein Rückgang von 3,7 Mio. Euro bei einem margenträchtigen
Produkt verkraftet werden musste. Erfreulich auch die Entwicklung im Bereich der
pharmazeutischen Lohnherstellung mit einem Plus von 1 Mio. Euro. Beim
Betriebsergebnis wurde eine deutliche Verschlechterung verzeichnet; dies vor
allem durch den Wegfall margenträchtiger Syntheseumsätze die nur zum Teil
kompensiert werden konnten. Weiterhin standen die Materialeinstandskosten weiter
unter hohem Druck, so dass sich insgesamt die Bruttomarge deutlich verringerte.
In einigen Zielmärkten wie beispielsweise in Asien sowie insbesondere im
Hinblick auf den geplanten Markteintritt in den USA konnten wichtige
Etappenziele erreicht werden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen moderat auf TEUR 2.903 (VJ: TEUR
2.648).
Ertragslage vermindert durch hohen Materialeinsatz
* Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist auf TEUR 910
(VJ 3.425) gefallen. Vor allem durch den gestiegenen Materialeinsatz um ca. 2
Mio. Euro sowie den Rückgang der Bestandveränderung auf nahezu null bedingt.
* Daraus folgt ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von TEUR -2.228 (VJ
TEUR 224)
* Die Zinsaufwendungen, verursacht durch die Anleiheausgabe, in Höhe von TEUR
1.173 (VJ: TEUR 992) führten zu einem Anstieg des negativen Ergebnisses aus der
Finanzierungstätigkeit auf TEUR -1.084 (VJ: TEUR -934).
Aufgrund der höheren Kosten und erforderlichen Zinsaufwendungen zur
Wachstumsfinanzierung konnte nur ein Vorsteuerergebnis (EBT) in der Höhe von
TEUR -3.312 (VJ: TEUR -710) erzielt werden. Nach Steuern von TEUR 83 (VJ: TEUR
-514) zeigte sich auch das Ergebnis nach Steuern auf TEUR -3.395 (VJ: TEUR
-1.225) deutlich schlechter. Daraus ergibt sich das Ergebnis je Aktie von Eur
-0,26 (VJ: Eur -0,10).
Finanz- und Vermögenslage:
Aktiva:
Die immateriellen Vermögenswerte stiegen leicht auf TEUR 25.993 (VJ TEUR 25.009)
- vor allem durch die Aktivierung von Entwicklungskosten für Vidon® -
SANOCHEMIAS innovatives Blasenkrebsdiagnostikum sowie Investitionen in Produkte
für den US-Markt. Die Sachanlagen verringerten sich auf TEUR 21.868 (VJ TEUR
23.965) fielen. Im Wesentlichen reduzierte sich das langfristige Vermögen
aufgrund der planmäßigen, linearen Abschreibungen bei Sachanlagen wie Gebäuden
und Betriebsanlagen auf TEUR 49.610 (VJ: TEUR 49.991).
Bei den kurzfristigen Vermögenswerten sanken die Vorräte auf TEUR 10.754
gegenüber Vorjahr TEUR 11.946, während die höheren Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (Anstieg TEUR 474) primär auf wertmäßig bedeutende, kurz vor dem
Bilanzstichtag erfolgte Lieferungen zurückzuführen war und vor allem aus dem
Wachstum im Export resultiert.
Passiva:
Beim Eigenkapital ergaben sich lediglich Veränderungen bei den kumulierten
Ergebnissen auf TEUR 12.444 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 15.839). Dies führte zu
einer Veränderung des Eigenkapitals auf TEUR 46.965 (VJ TEUR 50.594). Die
langfristigen Schulden sanken leicht auf TEUR 12.072 (VJ TEUR 12.493), vor allem
aufgrund des Abbaus von Finanzverbindlichkeiten. Auch die kurzfristigen
Verbindlichkeiten konnten leicht auf TEUR 12.890 (VJ TEUR 13.093) gesenkt
werden.
Beim Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte ein deutlich positives
Ergebnis von TEUR 1.402 (VJ TEUR 203) erzielt werden. Dies vor allem, weil die
Veränderung der Vorräte (TEUR 1.191, VJ TEUR 112) und auch die Kontrolle über
die Forderungen (TEUR -26; VJ TEUR -1.289) gegenüber dem Vorjahr gelungen ist.
Segmentberichterstattung:
HUMANPHARMAZEUTIKA:
* Umsatz: TEUR 18.007 (VJ: TEUR 14.781)
* EBIT: TEUR 1.401 (VJ: TEUR 1.873)
Der Bereich Humanpharmazeutika wird zum Großteil vom Radiologiegeschäft der
SANOCHEMIA Diagnostics Vertriebsgesellschaften getragen. Weiters sind hier
sonstige Pharmazeutika wie Viveo® (Muskelrelaxans) mit noch geringer
Umsatzbedeutung angesiedelt sowie das in den USA vertriebene HIV-Kit
Fluorognost®. Insgesamt trägt das Segment Humanpharmazeutika mehr als 50 % zum
Gesamtumsatz des Konzerns bei.
Bei den Umsatzerlösen von TEUR 18.007 konnte eine starke Zunahme gegenüber dem
Vorjahr (TEUR 14.781) verzeichnet werden, vor allem durch die Steigerung des
Exports der Radiologieprodukte. Das EBIT aus dem Geschäftsbereich zeigt sich mit
TEUR 1.748 weiter stabil, litt jedoch wie das Konzerngesamtergebnis unter den
hohen Materialkosten.
VETERINÄRPHARMAZEUTIKA:
* Umsatz: TEUR 5.923 (VJ: TEUR 6.348)
* EBIT: TEUR -313 (VJ: TEUR -258)
Im Geschäftsjahr wurde ein Umsatzrückgang auf TEUR 5.923 verzeichnet. Dies ist
vor allem auf den Wegfall eines Distributionsgeschäftes in Österreich
zurückzuführen (TEUR -300). Alle weiteren Geschäftstätigkeiten blieben stabil,
während die erhofften Zuwächse aus dem Exportgeschäft nur langsam anliefen (TEUR
+300) und es Verzögerungen bei den internationalen Zulassungen der Eigenprodukte
gab. Der Vertrieb der Veterinärpharmazeutika konzentriert sich traditionell auf
Märkte in Mittel- und Osteuropa und erfolgt derzeit hauptsächlich über die
eigenen Landesgesellschaften der Alvetra u. Werfft GmbH. Das Segment
Veterinärpharmazeutika trägt rund 17 % zum Gesamtumsatz des Konzerns bei.
PRODUKTION: Pharma und Synthese
* Umsatz: TEUR 9.638 (VJ: TEUR 11.801)
* EBIT: TEUR -189 (VJ: TEUR 1.929)
Im Vergleich zum Vorjahr fehlt ein Auftragsvolumen aus der Wirkstoffsynthese in
Höhe von TEUR 3.700. Diese konnte nur zum Teil durch höhere Aufträge in der
Pharmalohnherstellung ausgeglichen werden.
Die Produktion konnte zudem zusätzlich intersegmentär Umsätze von TEUR 12.353
(VJ TEUR 9.511) erzielen, vor allem als Folge der gestiegen Exporte im Bereich
Humanpharmazeutika.
Aufgrund des großen Einbruchs in der Synthese wurde das Segmentergebnis negativ
mit TEUR 189 (VJ TEUR 1.929) ausgewiesen. Das Segment Produktion trägt rund 28 %
zum Gesamtumsatz des Konzerns bei.
FORSCHUNG & ENTWICKLUNG: Innovative Produkte aus eigener Entwicklung
* Umsatz: TEUR 311 (VJ: TEUR 324)
* EBIT: TEUR -834 (VJ: TEUR -976)
Im Segment F & E sind die Entwicklungsaktivitäten der SANOCHEMIA angesiedelt.
Die im Berichtszeitraum ausgewiesenen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 311 (VJ:
TEUR 324) sind auf Entwicklungsleistungen für Dritte zurückzuführen. Es wurden
keine Einnahmen aus Milestone-Zahlungen oder Royalties erzielt. Das
Segmentergebnis (EBIT) wurde mit TEUR -834 (VJ: TEUR -976) ausgewiesen.
AUSBLICK:
Ein stabiles und nachhaltiges Wachstum ist nach wie vor das von SANOCHEMIA
gesetzte Ziel. Die Umsatz- und Ertragsentwicklung der SANOCHEMIA steht im
direkten Zusammenhang mit den sich verändernden Rahmenbedingungen der jeweiligen
Märkte, die nach wie vor als sehr herausfordernd zu sehen sind. Es ist
entscheidend, wie rasch Zulassungen erteilt, behördliche Regulatorien
abgehandelt und die geplanten Markteintritte in das jeweilige Land erfolgen
können.
USA:
Der Zugang zum bedeutendsten Pharmamarkt der Welt ist mit der für 2015
erwarteten finalen US-Zulassung in unmittelbare Nähe gerückt - und somit auch
ein enormes Absatzpotenzial für die Kontrastmittel-Spezialitäten der SANOCHEMIA
wie Scanlux® und Magnetolux®.
SANOCHEMIA befindet sich in Endverhandlungen über Lizenz- und
Herstellungsverträgen mit einem multinationalen US Pharmaunternehmen. Dieses
wird die Vertriebslizenz des SANOCHEMIAS Radiologieportfolios für Nordamerika
und umfangreiche weiter Länder - sowohl in Europa wie auch anderen Teilen der
Welt - erhalten, wobei SANOCHEMIA im Rahmen der Herstellungsverträge die
Produkte produziert und beistellt.
International:
Gleichzeitig sind Lizenzvereinbarungen mit einem großen europäischen
Pharmakonzern betreffend einer Produktlizenz, die SANOCHEMIA vergibt, in der
Endphase. Auch hier wird der Partner vertreiben und SANOCHEMIA das Produkt, das
aus der SANOCHEMIA Entwicklung stammt, produzieren und beistellen. Damit
eröffnet SANOCHEMIA ein neues Wachstumskapitel.
Dazu der CEO DR. Werner Frantsits: "Um auch rasch zu diesen zukunftssichernden
Abschlüssen zu kommen, hat SANOCHEMIA im abgelaufenen Geschäftsjahr bewußt
enorme Zusatzkosten (allein Gebühren und Consultant-Kosten von über 1 Mio. USD
in USA, ca. EUR 2 Mio. bei F&E etc.) in Kauf genommen, die das Jahresergebnis
zusätzlich zu unseren Vidon®-Forschungsausgaben heuer enorm belastet haben, doch
auf Sicht hat es sich ausgezahlt, denn nur durch die erreichten Zulassungen und
Entwicklungserfolge sind wir als geeigneter Partner für die Großen akzeptiert
worden." (MORE TO FOLLOW) Dow Jones NewswiresDecember 18, 2014 01:45 ET (06:45 GMT)
Wien (pta005/18.12.2014/07:45) - Wien, 18. Dezember 2014 - Die börsennotierte
Sanochemia Pharmazeutika AG, Wien (ISIN DE000A1G7JQ9, ISIN AT0000776307), gibt
heute ihre Jahreskennzahlen für das Geschäftsjahr 2013/14 (1.10.2013 bis
30.09.2014) bekannt.
Der Gesamtumsatz per 30.09.2014 beträgt TEUR 34.051 (VJ: TEUR 33.302). Es konnte
zwar eine Steigerung erzielt werden, diese liegt aber unter den Erwartungen und
ist vor allem durch die im GJ noch nicht realisierten, aber geplanten
Geschäftsabschlüsse am US-Markt und die anhaltenden politischen Verwerfungen in
einem Teil von SANOCHEMIAS Zielmärkten bedingt.
Umsatz und Ertragslage:
* Umsatz: TEUR 34.051 (VJ: TEUR 33.302)
* EBIT: TEUR -2.228 (VJ: TEUR 224)
* Ergebnis nach Steuern: TEUR -3.395 (VJ: TEUR -1.225)
SANOCHEMIA konnte im Geschäftsjahr 2013/14 ein Umsatzplus von 0,75 Mio. Euro
realisieren. Positiv zeigt sich weiterhin die Entwicklung des Radiologieexports,
der um ca. 4 Mio. Euro gesteigert werden konnte, wohingegen im Bereich der
Wirkstoffsynthese ein Rückgang von 3,7 Mio. Euro bei einem margenträchtigen
Produkt verkraftet werden musste. Erfreulich auch die Entwicklung im Bereich der
pharmazeutischen Lohnherstellung mit einem Plus von 1 Mio. Euro. Beim
Betriebsergebnis wurde eine deutliche Verschlechterung verzeichnet; dies vor
allem durch den Wegfall margenträchtiger Syntheseumsätze die nur zum Teil
kompensiert werden konnten. Weiterhin standen die Materialeinstandskosten weiter
unter hohem Druck, so dass sich insgesamt die Bruttomarge deutlich verringerte.
In einigen Zielmärkten wie beispielsweise in Asien sowie insbesondere im
Hinblick auf den geplanten Markteintritt in den USA konnten wichtige
Etappenziele erreicht werden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen moderat auf TEUR 2.903 (VJ: TEUR
2.648).
Ertragslage vermindert durch hohen Materialeinsatz
* Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist auf TEUR 910
(VJ 3.425) gefallen. Vor allem durch den gestiegenen Materialeinsatz um ca. 2
Mio. Euro sowie den Rückgang der Bestandveränderung auf nahezu null bedingt.
* Daraus folgt ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von TEUR -2.228 (VJ
TEUR 224)
* Die Zinsaufwendungen, verursacht durch die Anleiheausgabe, in Höhe von TEUR
1.173 (VJ: TEUR 992) führten zu einem Anstieg des negativen Ergebnisses aus der
Finanzierungstätigkeit auf TEUR -1.084 (VJ: TEUR -934).
Aufgrund der höheren Kosten und erforderlichen Zinsaufwendungen zur
Wachstumsfinanzierung konnte nur ein Vorsteuerergebnis (EBT) in der Höhe von
TEUR -3.312 (VJ: TEUR -710) erzielt werden. Nach Steuern von TEUR 83 (VJ: TEUR
-514) zeigte sich auch das Ergebnis nach Steuern auf TEUR -3.395 (VJ: TEUR
-1.225) deutlich schlechter. Daraus ergibt sich das Ergebnis je Aktie von Eur
-0,26 (VJ: Eur -0,10).
Finanz- und Vermögenslage:
Aktiva:
Die immateriellen Vermögenswerte stiegen leicht auf TEUR 25.993 (VJ TEUR 25.009)
- vor allem durch die Aktivierung von Entwicklungskosten für Vidon® -
SANOCHEMIAS innovatives Blasenkrebsdiagnostikum sowie Investitionen in Produkte
für den US-Markt. Die Sachanlagen verringerten sich auf TEUR 21.868 (VJ TEUR
23.965) fielen. Im Wesentlichen reduzierte sich das langfristige Vermögen
aufgrund der planmäßigen, linearen Abschreibungen bei Sachanlagen wie Gebäuden
und Betriebsanlagen auf TEUR 49.610 (VJ: TEUR 49.991).
Bei den kurzfristigen Vermögenswerten sanken die Vorräte auf TEUR 10.754
gegenüber Vorjahr TEUR 11.946, während die höheren Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (Anstieg TEUR 474) primär auf wertmäßig bedeutende, kurz vor dem
Bilanzstichtag erfolgte Lieferungen zurückzuführen war und vor allem aus dem
Wachstum im Export resultiert.
Passiva:
Beim Eigenkapital ergaben sich lediglich Veränderungen bei den kumulierten
Ergebnissen auf TEUR 12.444 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 15.839). Dies führte zu
einer Veränderung des Eigenkapitals auf TEUR 46.965 (VJ TEUR 50.594). Die
langfristigen Schulden sanken leicht auf TEUR 12.072 (VJ TEUR 12.493), vor allem
aufgrund des Abbaus von Finanzverbindlichkeiten. Auch die kurzfristigen
Verbindlichkeiten konnten leicht auf TEUR 12.890 (VJ TEUR 13.093) gesenkt
werden.
Beim Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte ein deutlich positives
Ergebnis von TEUR 1.402 (VJ TEUR 203) erzielt werden. Dies vor allem, weil die
Veränderung der Vorräte (TEUR 1.191, VJ TEUR 112) und auch die Kontrolle über
die Forderungen (TEUR -26; VJ TEUR -1.289) gegenüber dem Vorjahr gelungen ist.
Segmentberichterstattung:
HUMANPHARMAZEUTIKA:
* Umsatz: TEUR 18.007 (VJ: TEUR 14.781)
* EBIT: TEUR 1.401 (VJ: TEUR 1.873)
Der Bereich Humanpharmazeutika wird zum Großteil vom Radiologiegeschäft der
SANOCHEMIA Diagnostics Vertriebsgesellschaften getragen. Weiters sind hier
sonstige Pharmazeutika wie Viveo® (Muskelrelaxans) mit noch geringer
Umsatzbedeutung angesiedelt sowie das in den USA vertriebene HIV-Kit
Fluorognost®. Insgesamt trägt das Segment Humanpharmazeutika mehr als 50 % zum
Gesamtumsatz des Konzerns bei.
Bei den Umsatzerlösen von TEUR 18.007 konnte eine starke Zunahme gegenüber dem
Vorjahr (TEUR 14.781) verzeichnet werden, vor allem durch die Steigerung des
Exports der Radiologieprodukte. Das EBIT aus dem Geschäftsbereich zeigt sich mit
TEUR 1.748 weiter stabil, litt jedoch wie das Konzerngesamtergebnis unter den
hohen Materialkosten.
VETERINÄRPHARMAZEUTIKA:
* Umsatz: TEUR 5.923 (VJ: TEUR 6.348)
* EBIT: TEUR -313 (VJ: TEUR -258)
Im Geschäftsjahr wurde ein Umsatzrückgang auf TEUR 5.923 verzeichnet. Dies ist
vor allem auf den Wegfall eines Distributionsgeschäftes in Österreich
zurückzuführen (TEUR -300). Alle weiteren Geschäftstätigkeiten blieben stabil,
während die erhofften Zuwächse aus dem Exportgeschäft nur langsam anliefen (TEUR
+300) und es Verzögerungen bei den internationalen Zulassungen der Eigenprodukte
gab. Der Vertrieb der Veterinärpharmazeutika konzentriert sich traditionell auf
Märkte in Mittel- und Osteuropa und erfolgt derzeit hauptsächlich über die
eigenen Landesgesellschaften der Alvetra u. Werfft GmbH. Das Segment
Veterinärpharmazeutika trägt rund 17 % zum Gesamtumsatz des Konzerns bei.
PRODUKTION: Pharma und Synthese
* Umsatz: TEUR 9.638 (VJ: TEUR 11.801)
* EBIT: TEUR -189 (VJ: TEUR 1.929)
Im Vergleich zum Vorjahr fehlt ein Auftragsvolumen aus der Wirkstoffsynthese in
Höhe von TEUR 3.700. Diese konnte nur zum Teil durch höhere Aufträge in der
Pharmalohnherstellung ausgeglichen werden.
Die Produktion konnte zudem zusätzlich intersegmentär Umsätze von TEUR 12.353
(VJ TEUR 9.511) erzielen, vor allem als Folge der gestiegen Exporte im Bereich
Humanpharmazeutika.
Aufgrund des großen Einbruchs in der Synthese wurde das Segmentergebnis negativ
mit TEUR 189 (VJ TEUR 1.929) ausgewiesen. Das Segment Produktion trägt rund 28 %
zum Gesamtumsatz des Konzerns bei.
FORSCHUNG & ENTWICKLUNG: Innovative Produkte aus eigener Entwicklung
* Umsatz: TEUR 311 (VJ: TEUR 324)
* EBIT: TEUR -834 (VJ: TEUR -976)
Im Segment F & E sind die Entwicklungsaktivitäten der SANOCHEMIA angesiedelt.
Die im Berichtszeitraum ausgewiesenen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 311 (VJ:
TEUR 324) sind auf Entwicklungsleistungen für Dritte zurückzuführen. Es wurden
keine Einnahmen aus Milestone-Zahlungen oder Royalties erzielt. Das
Segmentergebnis (EBIT) wurde mit TEUR -834 (VJ: TEUR -976) ausgewiesen.
AUSBLICK:
Ein stabiles und nachhaltiges Wachstum ist nach wie vor das von SANOCHEMIA
gesetzte Ziel. Die Umsatz- und Ertragsentwicklung der SANOCHEMIA steht im
direkten Zusammenhang mit den sich verändernden Rahmenbedingungen der jeweiligen
Märkte, die nach wie vor als sehr herausfordernd zu sehen sind. Es ist
entscheidend, wie rasch Zulassungen erteilt, behördliche Regulatorien
abgehandelt und die geplanten Markteintritte in das jeweilige Land erfolgen
können.
USA:
Der Zugang zum bedeutendsten Pharmamarkt der Welt ist mit der für 2015
erwarteten finalen US-Zulassung in unmittelbare Nähe gerückt - und somit auch
ein enormes Absatzpotenzial für die Kontrastmittel-Spezialitäten der SANOCHEMIA
wie Scanlux® und Magnetolux®.
SANOCHEMIA befindet sich in Endverhandlungen über Lizenz- und
Herstellungsverträgen mit einem multinationalen US Pharmaunternehmen. Dieses
wird die Vertriebslizenz des SANOCHEMIAS Radiologieportfolios für Nordamerika
und umfangreiche weiter Länder - sowohl in Europa wie auch anderen Teilen der
Welt - erhalten, wobei SANOCHEMIA im Rahmen der Herstellungsverträge die
Produkte produziert und beistellt.
International:
Gleichzeitig sind Lizenzvereinbarungen mit einem großen europäischen
Pharmakonzern betreffend einer Produktlizenz, die SANOCHEMIA vergibt, in der
Endphase. Auch hier wird der Partner vertreiben und SANOCHEMIA das Produkt, das
aus der SANOCHEMIA Entwicklung stammt, produzieren und beistellen. Damit
eröffnet SANOCHEMIA ein neues Wachstumskapitel.
Dazu der CEO DR. Werner Frantsits: "Um auch rasch zu diesen zukunftssichernden
Abschlüssen zu kommen, hat SANOCHEMIA im abgelaufenen Geschäftsjahr bewußt
enorme Zusatzkosten (allein Gebühren und Consultant-Kosten von über 1 Mio. USD
in USA, ca. EUR 2 Mio. bei F&E etc.) in Kauf genommen, die das Jahresergebnis
zusätzlich zu unseren Vidon®-Forschungsausgaben heuer enorm belastet haben, doch
auf Sicht hat es sich ausgezahlt, denn nur durch die erreichten Zulassungen und
Entwicklungserfolge sind wir als geeigneter Partner für die Großen akzeptiert
worden." (MORE TO FOLLOW) Dow Jones NewswiresDecember 18, 2014 01:45 ET (06:45 GMT)
© 2014 Dow Jones News
