Die Ölpreise haben am Mittwoch nach der Talfahrt vom Vortag zu einer Erholung angesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete gegen Mittag 101,42 US-Dollar. Das waren 1,08 Dollar mehr als am Vortag. Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich um 87 Cent auf 93,75 Dollar.
Händler erklärten den Anstieg der Ölpreise mit der Aussicht auf einen weiteren Rückgang der Ölreserven in den USA. Experten gehen davon aus, dass die Lagerbestände an Rohöl in der größten Volkswirtschaft der Welt um 1,0 Millionen Barrel auf 359,5 Millionen Barrel gesunken sind. Geringere Ölreserven können ein Hinweis auf eine stärkere Nachfrage sein. Die US-Regierung wird die offiziellen Lagerdaten am Donnerstag veröffentlichen.
Außerdem gewinnt das Wirtschaftswachstum in den USA zunehmend stärker an Schwung und befeuert nach Einschätzung von Händlern die Spekulation auf eine stärkere Nachfrage nach Rohöl. Zuletzt war die Stimmung von Einkaufsmanagern in der Industrie der größten Volkswirtschaft der Welt viel besser als erwartet ausgefallen. "In der US-Industrie brummt das Geschäft wie lange nicht mehr", kommentierte Experte Christoph Balz von der Commerzbank.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ging hingegen zuletzt zurück. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) am Dienstag im Durchschnitt 98,94 Dollar. Das waren 1,14 Dollar weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/stb
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