Anzeige
Mehr »
Sonntag, 08.02.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Der Shakeout: Silber hat genau das getan, was echte Bullenmärkte immer tun - es hat die Touristen abgeschüttelt
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
254 Leser
Artikel bewerten:
(1)

MÄRKTE EUROPA/Mario Draghi beschert Börsen rabenschwarzen Tag

Mario Draghi kam am Donnerstag an den Börsen denkbar schlecht an, entgegen sonstiger Gepflogenheiten. Die Aussagen des EZB-Präsidenten zu Anleihekäufen durch die Notenbank bescherten den Aktienmärkten einen rabenschwarzen Tag. Der DAX brach um 2 Prozent auf 9.196 Punkte ein, das ist der tiefste Stand seit Mitte August. Der Euro-Stoxx-50 büßte sogar 2,8 Prozent auf 3.106 Punkte ein. Trotz Details zu den schon in Kürze beginnenden Anleihekäufen konnte Draghi die Investoren diesmal also nicht überzeugen. Auf die Stimmung drückten auch die enttäuschenden Börsendebüts von Rocket Internet und Zalando.

Die EZB will mindestens zwei Jahre lang Wertpapiere kaufen und so ihre Bilanz um bis zu eine Billion Euro aufblähen. Selbst vor griechischen und zypriotischen Papieren wollen die Notenbanker nicht zurückscheuen. Doch die Skepsis im Markt war unüberhörbar. "Das war nicht der von den Märkten erhoffte Blankoscheck", sagte Alexander Krüger, Chefvolkswirt des Bankhauses Lampe. Die ankaufbaren Volumina seien nicht groß genug, das sei letztlich die Nachricht des Tages.

Ebenso sah es Jan Holthusen von der DZ Bank: "Vom Ankaufprogramm für Covered Bonds (...) erwarten wir nicht allzuviel". Denn es dürfte der EZB schwer fallen, überhaupt Verkäufer für größere Bondpakete zu finden. Die jüngst weiter gesunkenen Inflationserwartungen sprächen dafür, dass die EZB die Anleihekaufprogramme bereits Anfang kommenden Jahres auch auf Staatsanleihen ausweitet. Das stützte nach anfänglichen Verlusten den Euro-Rentenmarkt.

An den Aktienbörsen zogen dagegen die enttäuschten Anleger am Nachmittag immer stärker an der Reißleine. Nach dem Schlussgong an den europäischen Kassamärkten setzten die Terminmärkte den freien Fall noch fort. Der Euro konnte dagegen zum US-Dollar leicht aufwerten auf 1,2660, befindet sich aber Beobachtern zufolge unverändert in einem starken Abwärtstrend.

Aktien von Rocket Internet beendeten den Handel mit einem Kurs von 37 Euro, das sind 5,50 Euro weniger als der Ausgabepreis von 42,50 Euro. In ihrem Sog brachen auch Zalando um fast 12 Prozent ein. "Viele Erstzeichner haben nur darauf spekuliert, einen schnellen Gewinn mitzunehmen. Danach wurden nur noch die Kursverluste minimiert", sagte ein Händler. Der Einbruch der Aktienmärkte habe der im Vorfeld angeheizten Stimmung für die beiden Börsengänge zudem "einen Bärendienst erwiesen".

Europaweit führte der Bankensektor die Verlierer an, er brach um mehr als 4 Prozent ein und wurde nur noch vom Ölsektor übertroffen. Am stärksten gerieten die Börsen der Eurozone-Peripherie unter Druck. In Madrid büßte der Leitindex 3,1 Prozent ein, die Mailänder Börse meldete einen Kursrutsch von 3,9 Prozent. "So sieht das also aus, wenn Mario Draghi zwar die Erwartungen erfüllt, aber nichts darüber hinaus liefert", sagt ein Händler.

Weiter steil abwärts geht es mit den Ölpreisen. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI rutscht auf 88,98 Dollar und liegt nur noch knapp 2 Dollar über dem Jahrestief vom Januar. Ähnlich sah es bei der Nordseesorte Brent-Öl aus. Der jüngste Preisdämpfer kam am Vortag aus Saudi-Arabien, das angesichts der derzeitigen Ölschwemme seine offiziellen Verkaufspreise gesenkt hatte.

Der am Mittwoch berichtete erste Ebola-Fall in den USA lastete erneut auf dem Reise- und Freizeitsektor. Die Aktien von Fluggesellschaften wie der britisch-spanischen IAG, die Lufthansa und von Air France-KLM fielen um weitere 2,6 bis 3,1 Prozent.

Ein knapp 400 Millionen Euro schweres Aktienrückkaufprogramm des Baudienstleisters Hochtief ließ den Aktienkurs um 6,3 Prozent steigen. Hochtief waren damit der größte Kursgewinner aller deutschen Standardwerte.

Verluste gab es auch im Stahlsektor. Der Chef des österreichischen Stahlherstellers Voestalpine rechnet für Europas Stahlindustrie mit einem schwächeren zweiten Halbjahr. Das drückte die Papiere von Voestalpine, ThyssenKrupp, Salzgitter und Klöckner & Co um 1,9 bis 3,8 Prozent nach unten. Auch der Chef des Stahlhändlers Klöckner & Co gab einen pessimistischen Ausblick auf die Entwicklung der Stahlnachfrage in Europa.

Pessimistische Prognosen des US-Düngemittelproduzenten Agrium lasteten auf dem Kurs von K+S, der um 3,1 Prozent fiel. Aktien von United Internet verbilligten sich um 3 Prozent, das Unternehmen ist ein Großaktionär von Rocket Internet.

=== 
 
 
Index                      Schluss-  Entwicklung   Entwicklung  Entwicklung 
stand                       absolut         in %          seit 
                                                  Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50              3.106,42       -88,66         -2,8%        -0,1% 
Stoxx-50                   2.972,23       -73,90         -2,4%        +1,8% 
Stoxx-600                    332,05        -8,17         -2,4%        +1,2% 
XETRA-DAX                  9.195,68      -186,35         -2,0%        -3,7% 
FTSE-100 London            6.446,39      -111,13         -1,7%        -4,5% 
CAC-40 Paris               4.242,67      -122,60         -2,8%        -1,2% 
AEX Amsterdam                406,22       -10,58         -2,5%        +1,1% 
ATHEX-20 Athen               344,70        -0,97         -0,3%       -10,4% 
BEL-20 Bruessel            3.131,84       -66,77         -2,1%        +7,1% 
BUX Budapest              17.717,78      -241,61         -1,3%        -4,6% 
OMXH-25 Helsinki           2.847,34       -50,44         -1,7%        +0,4% 
ISE NAT. 30 Istanbul      90.248,64      -167,80         -0,2%        +9,5% 
OMXC-20 Kopenhagen           748,24       -15,13         -2,0%       +21,6% 
PSI 20 Lissabon            5.683,27      -187,57         -3,3%       -16,2% 
IBEX-35 Madrid            10.418,10      -335,10         -3,1%        +5,1% 
FTSE-MIB Mailand          19.894,88      -811,43         -3,9%        +4,9% 
RTS Moskau                 1.095,11       -18,31         -1,6%       -24,1% 
OBX Oslo                     535,94       -15,55         -2,8%        +6,4% 
PX Prag                      973,65       -14,99         -1,5%        -1,6% 
OMXS-30 Stockholm          1.353,93       -27,66         -2,0%        +1,6% 
WIG-20 Warschau            2.434,37       -28,23         -1,1%        +1,4% 
ATX Wien                   2.148,73       -41,48         -1,9%       -15,6% 
SMI Zuerich                8.654,71      -134,82         -1,5%        +5,5% 
 
DEVISEN  zuletzt   +/- %  Do, 8.33 Uhr  Mi, 17.23 Uhr 
EUR/USD   1,2663   0,19%        1,2639         1,2595 
EUR/JPY   136,95  -0,36%        137,44         138,02 
EUR/CHF   1,2080   0,06%        1,2072         1,2069 
USD/JPY   108,15  -0,58%        108,77         109,56 
GBP/USD   1,6129  -0,49%        1,6209         1,6196 
=== 

Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@wsj.com

DJG/bek/raz

(END) Dow Jones Newswires

October 02, 2014 12:30 ET (16:30 GMT)

Copyright (c) 2014 Dow Jones & Company, Inc.

© 2014 Dow Jones News
Vorsicht, geheim!
2026 startet mit einem Paukenschlag: Der DAX outperformt den US-Markt, Nachzügler holen auf. Ein erstes Signal, dass der Bullenmarkt an Breite gewinnt. Während viele Anleger weiter auf die großen Tech-Namen setzen, hat sich im Hintergrund längst ein Umschwung vollzogen. Der Fokus verschiebt sich weg von überteuerten KI-Highflyern hin zu soliden Qualitätswerten aus der zweiten Reihe.

Anleger, die jetzt clever agieren, setzen nicht auf das, was war, sondern auf das, was kommt. Unternehmen mit gesunder Bilanz, unterschätztem Potenzial und begrenztem Abwärtsrisiko könnten 2026 zu den großen Gewinnern zählen. Die Gefahr einer schärferen Korrektur bleibt real, gerade für passiv aufgestellte Investoren.

In unserem neuen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau jetzt das Potenzial für überdurchschnittliche Renditen bieten. Stark, günstig und bislang kaum im Fokus.

Jetzt kostenlosen Report herunterladen – bevor es andere tun!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.