Von Natali Schwab
Der Baukonzern Hochtief hat sein Ergebnis in den ersten neun Monaten weiter verbessert. Bereinigt um Einmaleffekte wie Sondererträge aus dem Verkauf von Unternehmensteilen stieg der Vorsteuergewinn um 17 Prozent auf 476 Millionen Euro. Alle Bereiche - Leighton, das Amerikageschäft sowie die Europasparte - trugen zu der Verbesserung bei. Im Europageschäft schreibt Hochtief allerdings weiter rote Zahlen.
Netto verdiente Hochtief mit knapp 186 Millionen Euro rund 186 Millionen Euro mehr. Der Konzernumbau trägt damit weiter Früchte. Die Ergebniszahlen lagen dabei leicht über den Analystenerwartungen.
Der Auftragseingang lag mit 17,5 Milliarden Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 20,2 Milliarden Euro. Die Bereiche Amerika und Europa konnten mehr Aufträge gewinnen als im Vorjahr, bei Leighton jedoch sanken die Ordereingänge - auch weil die australische Tochter selektiver bei der Auftragsvergabe vorging.
Die strategische Neuausrichtung komme voran, erklärte Hochtief. Nachdem die Grundzüge der Restrukturierung im Europa-Geschäft abgeschlossen sind, konzentriert sich Hochtief nun auf seine Tochter Leighton, die die Mehrheit zum Gewinn beisteuert. Die Aktivitäten von Leighton werden in vier operativen Gesellschaften für die Bereiche Construction, Mining, Public Private Partnerships und Engineering neu organisiert. Die Struktur soll bis Jahresende umgesetzt sein.
Hochtief prüft dabei Optionen für einen Verkauf oder einer Partnerschaft für die Bereiche Service, Property sowie die Leighton-Tochter John Holland. Diese seien "weit fortgeschritten". Bei einem erfolgreichen Abschluss soll mit den Erlösen die Verschuldung weiter gesenkt sowie künftiges Wachstum, insbesondere im Bereich der öffentlich-privaten Partnerschaften (PPP), finanziert werden.
In den ersten neun Monaten sank die Nettoverschuldung um mehr als 330 Millionen auf knapp 969 Millionen Euro.
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November 11, 2014 01:18 ET (06:18 GMT)
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