Die Wiener Börse hat am Freitag mit starken
Gewinnen geschlossen. Der ATX
Unterstützung erhielten die Aktienmärkte nachmittags von soliden Jobdaten aus den USA und der daraufhin stark gestarteten Wall Street. Der US-Arbeitsmarktbericht für April wies (außerhalb der Landwirtschaft) einen Stellenaufbau von 223 000 Jobs aus. Die Expertenschätzung von im Schnitt 230 000 Stellen konnte damit jedoch nicht ganz erreicht werden. Der März-Stellenaufbau wurde zugleich deutlich von 126 000 auf 85 000 nach unten revidiert. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,4 Prozent nach 5,5 im März und fiel damit erwartungsgemäß geringfügig. Zudem bleibt sie damit auf ihrem tiefsten Stand seit Mai 2008.
Gegenüber dem Sender CNBC gab sich ein Marktbeobachter unsicher darüber, "was dieser Arbeitsmarktbericht nun tatsächlich bedeutet." Ihm zufolge werfe die deutliche Abwärtsrevision für den März-Stellenaufbau gemeinsam mit den zuletzt schwachen Zahlen des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP einen "Schatten auf den aktuellen Bericht."
An der Wiener Börse rückten die Aktien des Immo-Konzerns Conwert mit einem Kursplus von 5,64 Prozent auf 11,42 Euro in den Mittelpunkt. Der Industrielle Hans Peter Haselsteiner soll laut der Zeitung "Standard" seine Anteile an dem Immobilienkonzern verkauft haben. Haselsteiners Familienstiftung dürfte ihr Aktienpaket beziehungsweise den Großteil davon an eine israelische Gruppe abgegeben haben, heißt es in dem Bericht. Haselsteiners Familienstiftung hielt bisher 24,4 Prozent und war größter Einzelaktionär.
Gefragt waren auch weitere Immobilienwerte, darunter CA Immo
(plus 4,70 Prozent) und Immofinanz (plus 3,48 Prozent). Schwach
verlief der Handelstag hingegen für die Bankaktien Erste Group
AT&S legten 4,33 Prozent zu, nachdem die Papiere des Leiterplattenherstellers bereits am Vortag gut zwei Prozent gewonnen hatten. Wie am Mittwoch nach Börsenschluss bekannt wurde, hat AT&S das Geschäftsjahr 2014/15 mit einer deutlichen Gewinnsteigerung abgeschlossen./emu/ste/APA/men
ISIN AT0000999982
AXC0271 2015-05-08/18:03
