Der Handelskonzern Metro muss sich Kritik von seinem größten Aktionär anhören. "Ich kann nicht sagen, dass wir zufrieden sind", sagte Haniel-Chef Stephan Gemkow der Welt am Sonntag. Die Wertentwicklung bei Metro entspreche seit Jahren nicht Haniels Erwartungen. Einen Ausstieg bei Metro zieht Gemkow aber derzeit nicht in Betracht.
Die Duisburger Familien-Holding ist mit 30,01 Prozent an Metro beteiligt. Der Unmut verstärkt den Druck auf Metro-Chef Olaf Koch, der es auch mit einem Dauerstreit bei der Tochter MediaSaturn und Verlusten im Russland-Geschäft zu tun hat.
Die Metro-Aktie ist mit knapp 30 Euro nur noch halb so viel wert wie vor fünf Jahren. Das Aktienpaket abzustoßen sei derzeit nicht sinnvoll, sagte Gemkow. Die Papiere seien an der Börse unterbewertet. Zudem habe Haniel Probleme, das Geld anderweitig anzulegen: "Wir haben angesichts des gegenwärtigen Zinsniveaus keine Verwendung für weitere Liquidität."
Ein Verkauf der Metro-Tochter Media Saturn sei nicht abzusehen, so das Blatt weiter. "Ich wüsste nicht, dass derzeit solche Gespräche geführt werden oder ob es Interessenten für Media Saturn in der heutigen Aufstellung gibt", sagt Gemkow der Welt am Sonntag. Sollte sich ein Interessent finden, werde Haniel sich nicht sperren.
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February 07, 2015 20:00 ET (01:00 GMT)
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