Russland hat die Kritik der G7 an seiner Politik im Donbass-Konflikt zurückgewiesen und den Westen zu mehr Druck auf die Ukraine aufgerufen. Kremlsprecher Dmitri Peskow forderte die EU und die USA am Montag auf, sich daran zu erinnern, wer die Vereinbarungen im Minsker Friedensprozess umsetzen müsse. Die Aufrufe sollten demnach nicht an Russland, sondern an die Ukraine gerichtet werden, sagte Peskow der Agentur Interfax zufolge.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow appellierte an den Westen, kein neues Aufflammen der Kämpfe im Kriegsgebiet Donbass zuzulassen. Er warf der Ukraine vor, die jüngsten Gewaltexzesse vor dem G7-Gipfel in Bayern gezielt eskaliert zu haben, um Vorwände für eine Verlängerung der Sanktionen gegen Russland zu liefern.
Die Regierung in Kiew äußere sich nicht nur "aggressiv und militant" gegen den Donbass, sondern lehne auch einen Dialog und ein Ende der Wirtschaftsblockade ab, kritisierte Lawrow. "Das ist ein direkter Widerspruch zu den Minsker Vereinbarungen", betonte er. Die EU und die USA haben das Ende der Sanktionen gegen Russland im Ukrainekonflikt an die Umsetzung des Mitte Februar in der weißrussischen Hauptstadt Minsk vereinbarten Friedensplans geknüpft./mau/DP/edh
AXC0103 2015-06-08/13:16
