Wer an der Börse Erfolg haben will, braucht ein Händchen fürs Timing. Doch nicht nur auf dem Parkett, sondern auch im ganz realen und oft profanen Wirtschaftsalltag kann der richtige oder falsche Zeitpunkt über langfristige Gewinne und Verluste entscheiden. Der Küchenhersteller Alno aus Pfullendorf scheint hier zuletzt ein glückliches Händchen bewiesen zu haben. So hat das Unternehmen zum Jahreswechsel die Produktion seiner Tochter AFP Küchen im Schweizer Werk eingestellt und über die Grenze nach Deutschland verlagert. Nach der Aufgabe der Euro-Bindung für den Franken durch die Schweizerische Nationalbank bedeutet das: Produziert wird im kostengünstigen Euroland, verkauft wird aber größtenteils in die teure Eidgenossenschaft. Da wir die Stärke des Franken als nachhaltig ansehen, dürfte dieser Standortwechsel kurz- und mittelfristig positive Zusatzeffekte für die Bilanz der Süddeutschen haben.
Expansion nach Russland
Mit dem in der Schweiz verbliebenen Maschinenpark hat man ...
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