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MÄRKTE EUROPA/Ölsektor und -preis schicken Börsen auf Achterbahnfahrt

Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)--Öl liefert momentan den Treibstoff für die Börse. Zunächst sorgte eine Übernahme im Ölsektor dafür, dass der Stoxx-600 am Mittwoch zeitweise auf ein Rekordhoch kletterte. Royal Dutch Shell, einer der weltweit größten Ölproduzenten, will BG Group kaufen. Am Nachmittag zeigten Daten zu den US-Ölvorräten, dass die Lager bald überlaufen. In der Folge fiel der Ölpreis um 4 Prozent. Das belastete den Sektor in Europa und dämpfte die Stimmung an der Börse. Der Sektor der europäischen Öl- und Gaswerte, den Konsolidierungsphantasie am Vormittag um über 5 Prozent nach oben getrieben hatte, schloss nur noch 2,5 Prozent fester.

Der breite europäische Index, der Stoxx-600, erreichte am Vormittag mit 405,78 Punkten knapp ein neues Rekordhoch. Das alte Hoch stammt aus dem Jahr 2000 und damit aus den Zeiten der Telekom- und Dotcom-Blase. Die Analysten der Citigroup sind extrem optimistisch für den Index. Bis Ende kommenden Jahres sehen sie ihn auf 550 Punkte steigen. In Ihrem "Blue-Sky-Szenario", der optimistischsten Annahme, erwarten die Analysten den Stoxx-600 bis Ende kommenden Jahres 70 Prozent höher.

Der DAX litt unter Gewinnmitnahmen im Automobilsektor, der deutsche Leitindex verlor 0,7 Prozent auf 12.035,86 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 ging ebenfalls 0,7 Prozent leichter aus dem Handel. Der Stoxx-50 mit den britischen und schweizerischen Werten schloss dagegen knapp im Plus, BG Group sind hier gelistet.

Die BG-Übernahme ist Royal Dutch Shell sehr wichtig, was sich an der hohen Prämie ablesen lässt, die das britisch-niederländische Unternehmen zu zahlen bereit ist. Shell zahlt eine Übernahmeprämie von 50 Prozent und lässt sich den Kauf fast 70 Milliarden US-Dollar kosten. Die Aktie von BG (British Gas) haussierte um 27 Prozent. Die Übernahme der BG Group durch Royal Dutch Shell beflügelte auch andere mögliche Übernahmeziele. Tullow Oil stiegen um 4,4 Prozent, Galp Energia um 6,2 Prozent und Genel Energy um 5 Prozent. Für Shell ging es dagegen um 5,3 Prozent nach unten.

Aber es ist nicht die einzige Übernahmestory, die die Börsen in Europa beflügelte. Gerüchte um ein mögliches Kaufinteresse von Vivendi an der britischen Sky Plc trieben die Aktie um 1,5 Prozent. Obwohl Vivendi das Übernahmeinteresse dementiert habe, dürfte der Kurs von Sky weiter steigen, vermuteten Händler. Der Markt gehe davon aus, dass es im europäischen Mediensektor weitere Übernahmen und Fusionen gebe. Vivendi werde hier mit einem Cash-Bestand von rund 18 Milliarden Euro als klarer Käufer gehandelt. Deren Aktien legten 0,6 Prozent zu.

Nachdem die Aktien der deutschen Automobilhersteller dem Gesamtmarkt im ersten Quartal weit vorausgefahren waren, kam es in den vergangenen Tagen zu Gewinnmitnahmen, die sich am Mittwoch fortsetzten. Die Analysten von Kepler Cheuvreux empfehlen nur noch eine neutrale Sektorengewichtung. Die positiven Impulse der Euro-Schwäche seien weitgehend berücksichtigt. Aufgrund der schwächeren globalen Nachfrage sei nun mit einer geringeren Unterstützung für die Bewertungen zu rechnen. Daimler gaben um 1,3 Prozent nach, BMW verloren 1,4 Prozent.

Um 1,0 Prozent nach oben ging es dagegen für den französischen Automobilhersteller Renault. Der Grund: Der französische Staat will seinen Anteil und damit seinen Einfluss bei Renault ausbauen. Die Staatsbeteiligung soll auf 19,73 Prozent von bisher 15 Prozent hochgefahren werden. Um seine Position zu sichern, legt Frankreich bis zu 1,23 Milliarden Euro auf den Tisch. Der Staats-Aktionär will damit sicherstellen, dass bei der Hauptversammlung Ende April eine Regel beibehalten wird, nach der langfristig orientierte Investoren ein doppeltes Stimmrecht haben.

Die Aktien des schwedischen Hausgeräteherstellers Electrolux brachen nach der Gewinnwarnung um 6,5 Prozent ein. Enttäuschend läuft das Geschäft in Nordamerika, dort werden wohl im ersten Quartal rote Zahlen geschrieben. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr für mehr als 3 Milliarden Dollar die Hausgerätesparte von General Electric übernommen und kämpft bereits seit der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres mit Problemen im Nordamerika-Geschäft. Eine Gewinnwarnung komme daher nicht völlig überraschend, so Handelsbanken-Analyst Karri Rinta

Am Abend schaut der Markt dann auf Alcoa, das Unternehmen startet traditionell die US-Berichtssaison. Am Markt wird damit gerechnet, dass die Unternehmen im S&P-500 im ersten Quartal 5,6 Prozent weniger verdient haben als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. "Die Berichtssaison könnte bereits den Tiefpunkt bei den Unternehmensgewinnen markieren", sagte Heino Ruland von Ruland Research. Dafür sprächen neben Basiseffekten auch Sondereinflüsse.

Index                      Schluss-  Entwicklung   Entwicklung  Entwicklung 
                             stand       absolut         in %          seit 
                                                               Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50              3.742,63       -26,09         -0,7%       +18,9% 
Stoxx-50                   3.500,29        +2,16         +0,1%       +16,5% 
Stoxx-600                    404,66        +0,32         +0,1%       +18,1% 
XETRA-DAX                 12.035,86       -87,66         -0,7%       +22,7% 
FTSE-100 London            6.937,41       -24,36         -0,3%        +5,7% 
CAC-40 Paris               5.136,86       -14,33         -0,3%       +20,2% 
AEX Amsterdam                497,16        -5,87         -1,2%       +17,1% 
ATHEX-20 Athen               229,86        -3,17         -1,4%       -13,2% 
BEL-20 Bruessel            3.831,09        -8,02         -0,2%       +16,6% 
BUX Budapest              20.804,91      +342,46         +1,7%       +25,1% 
OMXH-25 Helsinki           3.570,97        +7,41         +0,2%       +19,5% 
ISE NAT. 30 Istanbul     101.226,69      +278,66         +0,3%        -4,6% 
OMXC-20 Kopenhagen           979,44        +2,85         +0,3%       +31,6% 
PSI 20 Lissabon            6.093,06      +110,53         +1,8%       +29,3% 
IBEX-35 Madrid            11.655,50       -75,00         -0,6%       +13,4% 
FTSE-MIB Mailand          23.578,70      -127,64         -0,5%       +24,0% 
RTS Moskau                   988,30       +17,06         +1,8%       +25,0% 
OBX Oslo                     584,05        -2,66         -0,5%       +11,5% 
PX Prag                    1.047,61        -3,37         -0,3%       +10,7% 
OMXS-30 Stockholm          1.686,77       -10,66         -0,6%       +15,2% 
WIG-20 Warschau            2.424,82        +4,04         +0,2%        +4,7% 
ATX Wien                   2.590,42        +8,48         +0,3%       +19,9% 
SMI Zuerich                9.247,82       -12,93         -0,1%        +2,9% 
 
DEVISEN  zuletzt   +/- %  Mi, 8.21 Uhr  Di, 17.30 Uhr 
EUR/USD   1,0818  -0,24%        1,0843         1,0852 
EUR/JPY   129,75  -0,21%        130,01         130,68 
EUR/CHF   1,0418  -0,28%        1,0447         1,0460 
USD/JPY   119,95   0,03%        119,91         120,42 
GBP/USD   1,4924   0,52%        1,4847         1,4858 
=== 

Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

April 08, 2015 12:24 ET (16:24 GMT)

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