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MÄRKTE EUROPA/Börsen erholen sich am Nachmittag weiter

Von Manuel Priego Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen erholen sich am Montagnachmittag weiter von den Tagestiefs. Der DAX verliert 1,9 Prozent auf 11.280, im Tagestief notierte der Index bei 10.964. Für den Euro-Stoxx-50 geht es 2,6 Prozent auf 3.528 nach unten. Hier lag das Tief bei 3.449. "Von Panik kann keine Rede sein", sagt ein Händler. Die Umfragen in Griechenland deuteten an, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung in dem Referendum für einen Deal mit den Gläubigern aussprechen wird. In einem solchen Fall wären die aktuellen Kursniveaus Kaufgelegenheiten.

Die Deutsche Bank warnt allerdings davor, dass selbst bei einem "Ja" der Griechen zu den Gläubiger-Plänen die Kuh noch nicht vom Eis sei. Das Problem sei die fehlende Glaubwürdigkeit der aktuellen Regierung in Athen, beschlossene Reformen auch in die Tat umzusetzen. Ein Wechsel der Regierung und eine Regierung der Nationalen Einheit seien daher möglicherweise vonnöten. Um dies zu bewerkstelligen, müsse möglicherweise der Druck seitens der Finanzmärkte zunächst weiter steigen.

Katastrophal wäre nach Einschätzung aus dem Handel dagegen ein "Nein" im Referendum. In der Folge könnte Griechenland zu einem "failed state" verkommen - alternativ wäre eine Militärdiktatur wie in der Vergangenheit denkbar. Für Europa wäre dies eine mittlere Katastrophe, besonders da mit der Ukraine bereits ein gefährlicher Krisenherd köchele. Anleger wären in einem solchen Fall mit Investitionen an den europäischen Börsen besonders vorsichtig.

Dies ist aber nicht das Basisszenario an den Märkten. Zwar steigen die Renditen an den Anleihemärkten der Peripherie - von Panik kann aber auch hier keine Rede sein. Die Rendite 10-jähriger spanischer Staatsanleihen erhöht sich um 17 Basispunkte (Bp) auf 2,27 Prozent, für die entsprechenden italienischen Renditen geht es 17 Bp auf 2,31 Prozent nach oben. Die Rendite der in Krisenzeiten gesuchten Bundesanleihen gibt 9 Bp auf 0,83 Prozent nach.

Auch der Euro erholt sich klar von den Tiefs. Im asiatischen Handel rutschte die Einheitswährung kurzzeitig unter die Marke von 1,10 Dollar. Am Nachmittag geht der Euro wieder bei rund 1,1120 Dollar um. "Für den Devisenmarkt waren die Ereignisse vom Wochenende auf jeden Fall der entscheidende Trigger, um nun das Grexit-Szenario einzupreisen. Wenn es dazu kommt, dürfte der Devisenmarkt kaum heftiger reagieren als jetzt", sagt die Commerzbank. Bisher bestätige die Marktreaktion die Vermutung der Analysten einer sichtbaren aber nicht massiven Euro-Schwäche.

Selbst Krisenbarometer wie Gold zeigen sich nur wenig tangiert und notieren kaum verändert. Auch die Warnung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) vor einer neuen Kreditblase, die die Märkte bedrohe, stützt das Edelmetall nicht. In China hat derweil die Zentralbank überraschend am Wochenende die Zinsen gesenkt. Beobachter werten dies als weiteres Zeichen einer Wachstumsabschwächung.

Bank-Aktien stehen unter dem größten Druck: Im DAX fallen Deutsche Bank um 4,2 Prozent und Commerzbank um 3,9 Prozent. In Italien geben Intesa Sanpaolo und Unicredit um 4 Prozent bzw 5,6 Prozent nach. In Portugal geht es für BCP um 9,6 Prozent nach unten. In Frankreich fallen Credit Agricole um 4,2 Prozent. Der Bankensektor ist mit einem Abschlag von 4,6 Prozent das Schlusslicht in Europa.

Für Versicherer geht es europaweit 2,4 Prozent nach unten. Die Krise rund um Griechenland stellt nach Einschätzung der Commerzbank kein größeres Problem für die börsennotierten deutschen Versicherer dar. Das gesamte Exposure bei griechischen Staatsanleihen belaufe sich gerade einmal auf 11 Millionen Euro - eine vernachlässigbare Summe. Nicht nur bilanziell seien die Risiken begrenzt; dies treffe auch auf die Geschäftsaktivitäten vor Ort zu.

Stockpicking macht sich bei vielen zu Unrecht abverkauften Titeln bemerkbar: So wunderten und freuten sich Händler über ein Kursminus bei K+S von über 6 Prozent zur Eröffnung, obwohl das Übernahmeangebot von Potash zu 40 Euro im Raum hängt. "Das war ein klares Indiz für völlig irrationale Panik", so ein Händler, die Aktien notieren mittlerweile nur noch 1,9 Prozent im Minus.

Auch der nächste Börsen-Aspirant in Deutschland zeigt sich optimistisch: Der Schmuckhändler Elumeo will trotz allem am Freitag noch vor dem Griechenland-Referendum den Gang auf das Börsenparkett wagen. Ado Properties zieht allerdings die Reißleine. Der für diese Woche geplante Börsengang wird auf unbestimmte Zeit verschoben.

INDEX                  Stand      +-% 
Euro-Stoxx-50       3.528,06   -2,58% 
Stoxx-50            3.375,34   -1,41% 
DAX                11.280,40   -1,85% 
FTSE                6.687,02   -0,99% 
CAC                 4.944,61   -2,26% 
EUREX                  Stand  +-Ticks 
Bund-Future    151,25            +118 
 
DEVISEN  zuletzt   +/- %  Mo, 8.52 Uhr  Fr, 17.31 Uhr 
EUR/USD   1,1125   0,40%        1,1081         1,1157 
EUR/JPY   136,75   0,40%        136,21         138,24 
EUR/CHF   1,0362  -0,05%        1,0368         1,0424 
USD/JPY   122,93   0,03%        122,89         123,91 
GBP/USD   1,5731   0,14%        1,5708         1,5744 
 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@dowjones.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

June 29, 2015 09:55 ET (13:55 GMT)

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