Ein überraschender Chefwechsel hat den
Höhenflug der Nordex-Aktie
Am Vormittag gaben die Titel des Windkraftanlagenbauers um 1,58
Prozent auf 22,790 Euro nach, womit sie einen der hinteren Plätze im
moderat schwachen Technologiewerte-Index TecDax
Zudem relativiert die Kursrally der vergangenen Monate den aktuellen Rückschlag: Im Vergleich zum Tief Mitte Oktober hatte die Aktie ihren Wert mehr als verdoppelt und den höchsten Stand seit September 2008 erreicht. Der TecDax erreichte im gleichen Zeitraum "nur" ein Plus von knapp 60 Prozent.
Bei Experten fielen die Einschätzungen zum Führungswechsel unterschiedlich aus. Dass Zeschky sein Amt aus persönlichen Gründen niederlege, sei eine Belastung für die Aktie, sagte ein Händler. Denn schließlich sei Zeschky in der Finanzwelt angesehen und stehe für das steile Wachstum des Unternehmens der vergangenen Jahre.
Allerdings habe auch Zeschkys Nachfolger - der bisher für das Vertriebs- und Servicegeschäft zuständige Vorstand Lars Bondo Krogsgaard - zusammen mit der zweiten Führungsebene viel zum Erfolg von Nordex beigetragen, betonte ein anderer Börsianer. Daher sehe er keine Risiken für die künftige Unternehmensstrategie und -umsetzung. Kroogsgard wird die Geschäfte zusammen mit dem Finanzvorstand Bernard Schäferbarthold führen.
Zeschky hatte das Ruder bei Nordex in der Krise 2012 übernommen und das Hamburger Unternehmen wieder in die Gewinnzone manövriert. Unter seiner Führung konzentrierte sich Nordex auf das Kerngeschäft mit besonders effizienten Windanlagen. Unter anderem verabschiedete sich das Unternehmen von teuren Plänen für Windräder auf hoher See. Zudem zog sich Nordex weitgehend aus China und den USA zurück./gl/das
ISIN DE000A0D6554
AXC0131 2015-05-21/11:16
