Der Euro hat am Freitag an seine Verluste vom Vortag angeknüpft. Die Stärke des US-Dollars als Folge gestiegener Erwartungen auf eine baldige Zinswende machte der europäischen Gemeinschaftswährung zu schaffen. Am Freitagnachmittag kostete ein Euro im Tief 1,0844 Dollar und damit so wenig wie zuletzt Ende Mai. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,0889 (Donnerstag: 1,0867) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9184 (0,9202) Euro.
Unter den Investoren ist die Zuversicht groß, dass es in den USA noch in diesem Jahr eine Zinswende geben wird. Notenbankchefin Janet Yellen hatte in dieser Woche bestätigt, dass die Fed auf eine erste Zinsanhebung nach der Finanzkrise zusteuert. Es wäre die erste seit Mitte 2006. Experten erwarten den Schritt im September.
Die Aussicht auf steigende US-Zinsen wurde am Freitag durch Inflationsdaten bestätigt. Zwar bleibt die allgemeine Teuerung ungewöhnlich schwach. Allerdings liegt das in erster Linie an den seit Mitte 2014 stark gefallenen Ölpreisen. Ohne diese Komponente nähert sich die Inflation zunehmend dem Zielwert der Fed von zwei Prozent. Damit verliert eines der wichtigsten Argumente gegen Zinsanhebungen zunehmend an Gewicht.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse
für einen Euro auf 0,69830 (0,69810) britische Pfund
AXC0181 2015-07-17/17:04
