Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Konjunktur in der Eurozone hat im Juli zwar etwas Schwung verloren, die Wachstumsrate war jedoch erneut eine der höchsten der zurückliegenden vier Jahre. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel auf 53,7 Zähler von den Vierjahreshoch von 54,2 im Vormonat, wie das Markit-Institut im Zuge der ersten Veröffentlichung berichtete. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 54,0 Punkte vorhergesagt.
Das Konjunkturbarometer liegt damit weiter über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum anzeigt. "Anlässlich der Achterbahnfahrt bei der griechischen Schuldenkrise hat das Wirtschaftswachstum der Eurozone im Juli nur leicht an Dynamik eingebüßt", resümierte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.
Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes sank auf 52,2 Punkte von 52,5 im Vormonat. Volkswirte hatten eine Stagnation bei 52,5 Zähler prognostiziert.
Auch im Dienstleistungssektor ging die Aktivität zurück. Der Einkäuferindex für den Servicesektor fiel auf 53,8 Punkte von 54,4 im Vormonat. Ökonomen hatten einen Stand von 54,3 Punkte erwartet.
Nach Ländern betrachtet verzeichnete Deutschland eine minimal abgeschwächte Wachstumsrate, Frankreich fiel auf ein Dreimonatstief. Die übrigen von der Umfrage erfassten Länder ließen mit einer im Schnitt nochmals beschleunigten Wachstumsrate Deutschland und Frankreich deutlicher hinter sich als zuletzt. Die Höchststände von Anfang des Jahres wurden jedoch verfehlt.
Die Ergebnisse basieren auf der Befragung von rund 5.000 Industrie- und Dienstleistungsunternehmen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Irland und Griechenland.
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July 24, 2015 04:12 ET (08:12 GMT)
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