LUBMIN/ZUG (dpa-AFX) - Unbeeindruckt von den politischen Spannungen zwischen Russland und der EU treibt das Nord Stream 2-Konsortium seine Planungen für den Bau einer zweiten Erdgas-Pipeline durch die Ostsee voran. Die Trasse, die weitgehend parallel zur bestehenden Nord-Stream-Pipeline verläuft, soll nach Planungen des Firmenkonsortiums Ende 2019 in Betrieb gehen. "Wir verfolgen einen ambitionierten Zeitplan", sagte der Nord Stream 2-Manager Reinhard Ontyd der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Ontyd zeigte sich zuversichtlich, dass die Pipeline im vorgegebenen Rahmen verwirklicht werden kann. "Das Risiko für die Genehmigung des Nord Stream-2-Projektes ist geringer als das Risiko bei der ersten Trasse." Mit dem Bau von Nord Stream 1 lägen nämlich Erfahrungen vor, an denen man sich in der Antragsphase orientieren könne. Als reines Infrastrukturprojekt sei die Pipeline von den Sanktionen der EU gegen Russland nicht betroffen, sagte das Mitglied der Nord Stream 2-Geschäftsführung.
Nord Stream 1 transportiert seit 2011 Erdgas des
Staatsmonopolisten Gazprom
Das Nord Stream 2-Konsortium will Ende 2016 die Antragsunterlagen
für die Genehmigung bei den nationalen Behörden der beteiligten fünf
Länder einreichen. An dem Konsortium sind der russische Energieriese
Gazprom mit 50 Prozent und die westeuropäischen Energieunternehmen
BASF
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AXC0011 2016-05-24/05:33
