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MÄRKTE USA/Leichte Gewinnmitnahmen - Ölpreise drehen ins Plus

Von Thomas Rossmann

NEW YORK (Dow Jones)--Vereinzelte Gewinnmitnahmen drücken zur Wochenmittte die Wall Street leicht ins Minus. Immerhin hatten die Indizes am Vortag die höchsten Tagesgewinne seit zwei Monaten verzeichnet. Ein überraschender Rückgang der US-Öllagerbestände sorgt dagegen für steigende Rohölpreise. Für den Dow-Jones-Index geht es am Mittag New Yorker Zeit um 0,6 Prozent nach unten auf 17.815 Punkte. Der S&P-500 verliert 0,4 Prozent und der Nasdaq-Composite gibt um 0,3 Prozent nach.

Die derzeitige Schaukelbörse an den Aktienmärkten könnte sich fortsetzen, heißt es. Händler verweisen auf das Umfeld niedrigen Wachstums und rückläufiger Unternehmensgewinne. "Wir sind gefangen in einer Spurrille. Es gibt keinen wie auch immer gearteten Magnetismus, der das Geld der Anleger in den Aktienmarkt zieht", sagt Chefmarktstratege Mark Luschini von Janney Montgomery Scott.

Ölpreise ziehen mit Lagerbestandsdaten an 
 

Eine Kehrtwende vollziehen die Ölpreise am Mittwoch. Mit dem überraschenden Rückgang der wöchentlichen US-Lagerdaten legen die Preise kräftig zu. Wie die staatliche Energy Information Administration (EIA) mitteilte, fielen diese um 3,4 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Erwartet worden war hingegen eine leichte Zunahme um 400.000 Fass. In der vergangenen Woche hatten sie sich noch um 2,8 Millionen Barrel erhöht.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Nachrichten, die den Ölmarkt bewegen. Lieferausfälle aus Kanada, Libyen und Nigeria stützen die Preise noch zusätzlich. Andererseits machen Berichte über eine Förderausweitung in Saudi-Arabien die Runde. Dies würde das ohnehin bestehende Überangebot noch weiter verschärfen. Der Preis für ein Barrel der Sorte WTI erhöht sich um 2,9 Prozent auf 45,96 Dollar. Für Brent geht es um 3,6 Prozent auf 47,14 Dollar nach oben.

Am Devisenmarkt neigt der Dollar zur Schwäche. Nach dem jüngsten Höhenflug im Zuge japanischer Interventionsdrohungen gegen die Yen-Stärke werden beim Greenback nun Gewinne eingestrichen. Auch der Euro legt zum Dollar auf 1,1436 Dollar zu nach Wechselkursen von 1,1370 Dollar am Vorabend. Aktuell ebben die Zinsspekulationen aufgrund des Fehlens frischer Daten in den USA etwas ab. Allerdings rechnen kaum noch Marktteilnehmer mit einer US-Zinserhöhung im Juni.

Schwindende Zinserhöhungsfantasien und sinkende Dollarnotierungen machen Gold attraktiver. Der Preis für die Feinunze klettert auf 1.274 Dollar nach Kursen um 1.266 Dollar am Vorabend. Am US-Anleihemarkt passiert dagegen nicht viel, die Rendite zehnjähriger Titel verliert einen Basispunkt auf 1,75 Prozent.

Disney enttäuscht 
 

Etwas belastet wird die Stimmung von schwachen Geschäftszahlen des Medienkonzerns Walt Disney. Umsatz und bereinigter Gewinn verfehlten im zweiten Geschäftsquartal die allerdings hohen Erwartungen. Disney kündigte überdies an, sich aus dem Geschäft mit Videospielen zurückzuziehen. Die Aktie fällt um 4,4 Prozent und ist damit schwächster Wert im Dow-Jones-Index. "Trotz der zwei Blockbuster-Streifen 'Star Wars' und 'Zootopia' konnte Disney die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen", sagt ein Händler zum Geschäftsausweis.

Fusions-Aus lässt Staples und Office Depot abstürzen 
 

Das endgültige Scheitern der Fusion von Staples und Office Depot schickt die Aktien der beiden Büroausstatter auf Talfahrt. Ein US-Bundesgericht schlug sich wegen kartellrechtlicher Bedenken auf die Seite der US-Wettbewerbsbehörde FTC, die sich im Dezember ebenfalls gegen den Zusammenschluss ausgesprochen und höhere Preise für die Kunden der Unternehmen befürchtet hatte. Als Reaktion auf das Gerichtsurteil brechen Staples und Office Depot ihre Fusionspläne ab. Für die Staples-Aktie geht es um 17,5 Prozent gen Süden, für Office Depot gar um 39,2 Prozent.

Ähnlich düster bewerten Anleger die Quartalszahlen von Fossil, die Titel stürzen um 28 Prozent ab. Geschäftszahlen und Ausblick des Anbieters von Uhren und anderer modischer Accessoires verfehlten die Erwartungen. Alaska Air verlieren 1,7 Prozent. Die Aktien der Fluggesellschaft werden am Donnerstag nach Börsenschluss in den S&P-500 aufgenommen, wo sie Sandisk ersetzen werden. Sandisk verlieren 0,3 Prozent. Die Papiere des virtuellen Spieleanbieters Electronic Arts ziehen um 14,5 Prozent an. Das Unternehmen hat die Marktvorhersagen geschlagen. Macy's geben nach einer gesenkten Unternehmensprognose des Kaufhausbetreibers um 10,3 Prozent nach.

=== 
INDEX            zuletzt      +/- %   absolut      +/- % YTD 
DJIA           17.814,51      -0,64   -113,84           2,24 
S&P-500         2.075,84      -0,41     -8,55           1,56 
Nasdaq-Comp.    4.794,39      -0,32    -15,49          -4,25 
Nasdaq-100      4.387,96      -0,32    -14,08          -4,47 
 
DEVISEN          zuletzt      +/- %  Mi, 8:38  Di, 17.31 Uhr   % YTD 
EUR/USD           1,1436     +0,38%    1,1392         1,1390   +5,3% 
EUR/JPY           124,23     +0,35%    123,80         124,26   -2,6% 
EUR/CHF           1,1103     +0,13%    1,1089         1,1094   +2,1% 
GBP/EUR           1,2650     -0,35%    1,2694         1,2693   -6,9% 
USD/JPY           108,64     -0,03%    108,66         109,11   -7,5% 
GBP/USD           1,4467     +0,04%    1,4462         1,4458   -1,9% 
 
ROHÖL            zuletzt  VT-Settl.     +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex          45,96      44,66     +2,9%           1,30  +12,9% 
Brent/ICE          47,14      45,52     +3,6%           1,62  +14,0% 
 
METALLE          zuletzt     Vortag     +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)     1.273,53   1.265,92     +0,6%          +7,61  +20,1% 
Silber (Spot)      17,39      17,12     +1,6%          +0,27  +25,9% 
Platin (Spot)   1.068,91   1.051,50     +1,7%         +17,41  +19,9% 
Kupfer-Future       2,11       2,09    +0,86%          +0,02   -1,7% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

May 11, 2016 12:06 ET (16:06 GMT)

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© 2016 Dow Jones News
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