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Ist Donald Trump in Wirklichkeit nur ein Donald Duck?

Die unerwarteten Schwierigkeiten der neuen US-Präsidentschaft, im republikanisch geprägten Kongress "Obamacare" zurechtzustutzen, nähren Zweifel an der Handlungsfähigkeit von Donald Trump, seine elementaren Wahlversprechen - u.a. die große Steuerreform - durchzusetzen. Droht Trump also frühzeitig zur lame duck zu werden? An den US-Aktienmärkten werden erste Zweifel an den Trumpschen Vorschusslorbeeren laut, ohne sich bislang in klaren Kurskonsolidierungen zu zeigen. Europäische Aktienmärkte zeigen neuerdings eine Outperformance zu US-Titeln. Tatsächlich bleibt die Geldpolitik der EZB trotz ihr unterstellter Restriktionsabsichten ultralocker. Und auch der neue Dividendenrekord trägt zur Aktienstabilisierung des DAX bei.

Trumponomics nur eine Euphorie-Blase?

Es war das Hassobjekt der Republikaner im US-Wahlkampf: Obamacare. Diese "gesundheitspolitische Schande" wollte Trump so schnell wie möglich beseitigen. Leichter gesagt als getan: Wenn schon Obamacare selbst für eine republikanische Mehrheit im Kongress eine massive Herausforderung ist, wie ist es dann erst um die Umsetzung der Trumponomics, die großen Reformvorhaben wie z.B. die US-Unternehmenssteuerreform und Deregulierung bestellt? Haben wir es mit einem Menetekel, der Trump-Dämmerung zu tun? Hat der Immobilienlöwe den Mund etwa zu voll genommen und unterschätzt, dass in der Politik andere Gesetze gelten als auf der Baustelle, wo Kommandowirtschaft gilt? Die Aktienmärkte in den USA warten jetzt auf konkrete wirtschaftspolitische Vorschläge. Und dennoch strafen die US-Aktienmärkte Trump nicht wirklich ab.

Amerika geht grundsätzlich weiter davon aus, dass es zu einer Stärkung des amerikanischen Wirtschaftsstandorts kommt. Und auch die nächste industrielle Revolution, die Digitalisierung, will Amerika für sich gewinnen. Dieses neue Betätigungsfeld will man nicht Europa und Asien überlassen. Amerika weiß, dass es über seine führenden digital companies erstmalig echte Chancen hat, bislang unerreichbare Industriequalitäten in Deutschland und Asien erfolgreich anzugreifen.

Die Vergangenheit zeigt, dass Parteien in Amerika bei nationalen Aufgaben die Reihen schließen. Und die Republikaner wissen, dass innerparteiliche Scharmützel nur dazu führen, dass nach den Kongresswahlen Ende des nächsten Jahres eine demokratische Parlamentsmehrheit droht. Und dann lassen sich große wirtschaftspolitische Vorhaben nur noch mit viel Streit und Abstrichen an der eigenen Position - s. die Debatten um die Anhebung des Schuldenlimits 2011 - umsetzen. Das Zeitfenster bis November 2018 müssen die Republikaner für Standortreformen nutzen. Politische Stockungen mit zwischenzeitlichem Konsolidierungsdruck am Aktienmarkt sind zwar zu erwarten. Aber geliefert werden muss.

Europäische Konjunktur: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe der Eurozone zeigt sich deutlich robuster als in den Vorjahren, oberhalb der wirtschaftliche Expansion anzeigenden Schwelle. Insbesondere in Deutschland ist die Stimmung gemäß Einkaufsmanagerindex euphorisch, befindet sich auf einem 71-Monatshoch.

Auch im Dienstleistungsgewerbe zeigt sich die Stimmung sehr stabil.

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Favoritenwechsel
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

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