FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
Am Montag war der Euro angesichts des Höhenflugs des Dollar seit der Wahl des Republikaners Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten auf den tiefsten Stand seit Dezember 2015 gefallen. Händler begründeten die zwischenzeitliche Erholung beim Euro am Dienstag mit einer leichten Gegenbewegung. Positive US-Konjunkturdaten gaben dem Dollar aber zuletzt wieder etwas Auftrieb und lasteten dadurch auf dem Euro. Der amerikanische Einzelhandel entwickelte sich zuletzt besser als erwartet und der Empire-State-Index signalisiert überraschend eine zunehmende Geschäftstätigkeit der Industrie im Staat New York.
Auch aus der Eurozone gab es überwiegend positiven Konjunkturdaten. Die Wirtschaft im Euroraum ist im dritten Quartal moderat gewachsen. Die deutsche Wirtschaft verlor zwar angesichts rückläufiger Exporte etwas an Schwung. Andererseits haben sich aber die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten im November deutlich aufgehellt, wie aus dem aktuellen ZEW-Index hervorgeht.
Deutliche Bewegung am Devisenmarkt gab es beim britischen Pfund. Eine gesunkene Inflationsrate in Großbritannien überraschte viele Experten, die wegen der Pfund-Schwäche mit einer anziehenden Teuerungsrate gerechnet hatten. Weil der Spielraum für die britische Notenbank für weitere geldpolitische Lockerungen nach den Daten größer scheint, fiel das Pfund im Verhältnis zum US-Dollar fast bis auf das Niveau vor den US-Wahlen zurück. Das Pfund hatte zu den wenigen Währungen gehört, die nach der Wahl zum Dollar zugelegt hatten.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse
für einen Euro auf 0,86638 (0,85985) britische Pfund
ISIN EU0009652759
AXC0221 2016-11-15/16:50
