FMW-Redaktion
Wenn man wissen will, wie es mit der Risikobereitschaft der Märkte aussieht, sollte man einen Blick auf den Markt für Junk-Bonds werfen, also auf Unternehmensleihen, die ein recht hohes Risiko aufweisen und von Ratingagenturen als nicht-investment grade benotet werden, weil die jene Anleihen emittierenden Unternehmen als eher nicht sehr bonitätsstark gelten. Wer solche High-Yiel-Anleihen oder Junk-Bonds kauft, erwartet normalerweise eine höhere Rendite, schlicht weil das Risiko deutlich höher ist als bei besser gerateten Anleihen.
Während Staatsanleihen, die überwiegend als sicher gelten (zumindest die Anleihen jener Länder mit guter Bonität), unter Druck kamen durch das vermeintliche Verschwinden aller Risiken an den Märkten (Frankreich-Wahl etc.), haussieren Junk-Bonds: die Kurse steigen, die Renditen (Risikoprämien) europäischer Junk-Bonds fielen am Mittwoch auf ein neues Allzeitief. Durchschnittlich liegt die Rendite für Europas Junk-Bonds nur noch bei mickrigen 2,58%.
Ähnlich die Situation in den USA - dort liegen die Renditen so tief wie seit Mitte 2014 nicht mehr. Wie massiv die Bewegung ist, zeigt ...
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