Anzeige
Mehr »
Mittwoch, 11.02.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Drohnen, Robotik, E-Autos: Diese Hightech-Aktie könnte jetzt zünden
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
205 Leser
Artikel bewerten:
(0)

MÄRKTE EUROPA/Euro auf 14-Monatshoch belastet die Börsen

Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Börsen in Europa sind am Dienstag im Minus in den Tag gestartet. Vor allem der feste Euro belastet das Sentiment für Aktien. Die Gemeinschaftswährung sprang über Nacht über die Marke von 1,15 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Mai 2016. Die Politik der Notenbanken, eine etwas langsamere Gangart der Fed auf dem Zinserhöhungspfad sowie ein erwartetes schrittweises Zurückfahren der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, sowie der steigende Machtverlust von US-Präsidenten Donald Trump im US-Senat sind die Argumente, die für einen schwächeren Dollar sprechen.

Die ersten Ergebnisse der Berichtssaison liefern dagegen noch keinen klaren Trend. Zudem zeigt sich, dass die guten Geschäftszahlen oder ein angehobener Ausblick für Gewinnmitnahmen genutzt werden. Händler sprechen von einer massiven Abgabebereitschaft. Erkennbar ist dies zum Beispiel bei Lufthansa. Der DAX verliert im frühen Handel 0,4 Prozent auf 12.543 Punkte, der Euro-Stoxx-50 handelt 0,1 Prozent leichter bei 3.512 Zählern.

Dollarskepsis steigt 
 

Der Euro ist im asiatischen Handel erstmals seit 14 Monaten wieder über die Marke von 1,15 Dollar gesprungen. Es war wohl nur eine Frage der Zeit, schließlich flirtete das Wechselkurspaar schon eine ganze Weile mit dieser Marke, wie Devisenanalystin Esther Reichelt von der Commerzbank (Coba) sagt. Letztendlich habe dann doch ein nahezu nichtiger Grund ausgereicht, um den Euro über dieses Niveau zu hieven: Zwei weitere Senatoren kündigten an, gegen die US-Gesundheitsreform zu stimmen, die damit keine Mehrheit im Senat hätte.

Offensichtlich hätten immer noch einige Marktteilnehmer darauf gehofft, dass die Gesundheitsreform eventuell doch noch vor der Sommerpause durch den Senat gehe und damit die große Wende im US-Reformstau einläute. Diese Hoffnungen lägen erst einmal auf Eis. Doch da befänden sich die Hoffnungen auf einen größeren Konjunkturschub aus Washington schon länger. Die recht heftige Dollar-Reaktion am Morgen spiegele dementsprechend auch eine gegenwärtig im Markt vorherrschende, grundlegende Dollar-Skepsis wider, urteilt Reichelt.

Lufthansa hebt Prognose an - Anleger nehmen Gewinne mit 
 

Die Deutsche Lufthansa hat ihren operativen Gewinn im ersten Halbjahr fast verdoppelt und die Jahresprognose für das bereinigte EBIT angehoben. Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten des Jahres um gut 2 Milliarden auf 17 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern sprang auf 1,04 Milliarden Euro nach 529 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Die Analysten der Commerzbank verweisen darauf, dass die Geschäftszahlen zwar hervorragend seien, der Markt jedoch eine erhöhte Gewinnprognose schon eingepreist habe. Zudem gebe es Anzeichen für ein schwächeres Momentum im zweiten Halbjahr: "Der Ausblick für das zweite Halbjahr impliziert 'nur' ein adjustiertes EBIT rund 100 Millionen Euro über dem Vorjahr", so die Commerzbank-Analysten. Die Analysten von Mainfirst zeigen sich zudem enttäuscht von der Preisentwicklung und sprechen von einer klarer und ebenso überraschenden Enttäuschung. Die Aktie verliert 2 Prozent.

Auch die Software AG wird nach einem guten zweiten Quartal zuversichtlicher. Der TecDAX-Konzern erhöhte über Nacht den Jahresausblick für die operative Marge. Das Unternehmen verwies auf die starke Projektpipeline und die gute Profitabilität in der abgelaufenen Berichtsperiode, die dem margenstarken Wartungsgeschäft im Digitalbereich zu verdanken war. Die Aktie kann sich allerdings nicht gegen den schwächeren Gesamtmarkt stellen und verliert 1,0 Prozent.

Novartis bestätigt nach gutem Quartal Ausblick 
 

Der schweizerische Pharmakonzern Novartis hat im zweiten Quartal 2017 von höheren Veräußerungsgewinnen und geringeren Abschreibungen profitiert und bekräftigt die Jahresprognose. Der Reingewinn legte um 10 Prozent zu. Der Kernreingewinn, der um Sonderposten und Wertberichtigungen bereinigt ist, verbuchte ein Minus von 2 Prozent in Dollar und auf Basis konstanter Wechselkurse ein Plus von 1 Prozent. Für die Aktie geht es in Zürich um 2 Prozent nach oben.

An der Börse kommen die Geschäftszahlen von Ericsson nicht gut an, die Aktie bricht um knapp 10 Prozent ein. Im Handel wird auf den unerwartet hohen Verlust des Netzwerkausrüsters verwiesen. Dieser sei im zweiten Quartal mit 1 Milliarde Kronen doppelt so hoch wie von Analysten ohnehin befürchtet ausgefallen. Zudem kam die Bruttomarge deutlich zurück.

"Die Gewinne liegen heftig unter den Erwartungen", sagt ein Händler zu den Geschäftszahlen von K+S-Wettbewerber Yara. Das adjustierte EBITDA im zweiten Quartal rangiert 27 Prozent unter dem Vorjahreswert. Yara selbst führt die schwache Entwicklung darauf zurück, dass der Düngemittelkonzern in die Zange genommen werde zwischen steigenden Gasenergiepreisen und gleichzeitigem Druck auf die Preise der Absatzprodukte. Für die Aktie geht es um gut 5 Prozent nach unten.

Dank der hohen Nachfrage konnte Steico (plus 0,5 Prozent) ihre Produktionsanlagen im ersten Halbjahr 2017 nahezu vollständig auslasten und erzielte einen Umsatzsprung von 13,2 Prozent. Nachdem sich die massive Abwertung des britischen Pfund im zweiten Halbjahr 2016 dämpfend auf die Margenentwicklung ausgewirkt hatte, ist Steico im soeben abgelaufenen ersten Halbjahr 2017 zur gewohnten Ertragskraft zurückgekehrt.

=== 
INDEX               zuletzt         +/- %         absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      3.512,27         -0,12           -4,08           6,74 
Stoxx-50           3.159,92         -0,15           -4,61           4,96 
DAX               12.542,56         -0,35          -44,60           9,25 
MDAX              25.017,50         -0,47         -118,72          12,75 
TecDAX             2.300,31         -0,31           -7,26          26,97 
SDAX              11.155,00         -0,35          -39,45          17,18 
FTSE               7.402,21         -0,03           -1,92           3,63 
CAC                5.224,60         -0,11           -5,57           7,45 
Bund-Future         161,56%                          0,17          -0,76 
 
DEVISEN             zuletzt         +/- %    Di, 7.35 Uhr  Mo, 17.10 Uhr   % YTD 
EUR/USD              1,1519        -0,10%          1,1531         1,1475   +9,5% 
EUR/JPY              129,46        +0,18%          129,23         129,41   +5,3% 
EUR/CHF              1,1036        -0,26%          1,1064         1,1046   +3,0% 
EUR/GBP              0,8810        +0,09%          0,8802         1,1387   +3,4% 
USD/JPY              112,33        +0,21%          112,09         112,79   -3,9% 
GBP/USD              1,3040        -0,45%          1,3099         1,3066   +5,7% 
 
ROHÖL               zuletzt     VT-Settl.           +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex             46,16         46,02           +0,3%           0,14  -18,9% 
Brent/ICE             48,36         48,42           -0,1%          -0,06  -17,7% 
 
METALLE             zuletzt        Vortag           +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)        1.236,17      1.234,40           +0,1%          +1,77   +7,4% 
Silber (Spot)         16,12         16,12           -0,0%          -0,00   +1,2% 
Platin (Spot)        923,30        925,50           -0,2%          -2,20   +2,2% 
Kupfer-Future          2,72          2,72           -0,2%          -0,00   +7,7% 
=== 

Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/flf

(END) Dow Jones Newswires

July 18, 2017 04:33 ET (08:33 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.

© 2017 Dow Jones News
Favoritenwechsel
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau in dieses neue Marktbild passen: solide, günstig bewertet und mit attraktiver Dividende. Werte, die nicht nur laufende Erträge liefern, sondern auch bei Marktkorrekturen Sicherheit bieten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Value-Zug 2026 endgültig abfährt!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.