Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
LUFTHANSA - Im Streit um möglicherweise überhöhte Ticketpreise tadelt das Bundeskartellamt die Lufthansa. Die Argumentation der deutschen Fluglinie, sie habe das Tarifsystem nicht verändert, sondern das computerbasierte Preissystem habe diese automatisch angeglichen, sei nicht stichhaltig. "Solche Algorithmen werden ja nicht im Himmel vom lieben Gott geschrieben", sagte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, der Süddeutschen Zeitung. Unternehmen könnten "sich nicht hinter Algorithmen verstecken". (SZ S. 1 und 18)
ALLIANZ - Allianz-Chef Oliver Bäte will die Versicherung vereinfachen: "Wir haben herausgefunden, dass wir für die gewerbliche Haftpflichtversicherung 370 verschiedene Produktmodule haben. Davon werden nur 20 Module regelmäßig benutzt", sagte er in einem Interview. Das soll jetzt vereinfacht werden. Es werde "ein paar Jahre dauern, bis wir durch sind". (FAZ S. 19)
FRESENIUS - Die US-Aufsichtsbehörde FDA hat die Verhältnisse in einem Fresenius-Werk in Indien beanstandet und den deutschen Pharmakonzern aufgefordert, die Herstellungsprozesse an seinen Standorten weltweit zu überprüfen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg, die aus einem Brief der Behörde von Anfang Dezember zitiert. Darin drohe die Food and Drug Administration (FDA) dem Unternehmen aus Bad Homburg, dass Mitarbeiter der Behörde den für die USA bestimmten Produkten aus dem fraglichen Werk in Indien den Marktzutritt verwehren könnten, sofern die in dem Schreiben aufgeführten Missstände nicht beseitigt würden. Fresenius äußerte sich nicht zu dem Schreiben. (Börsen-Zeitung S. 8)
DEUTSCHE BANK - Jahrelang drehten sich die deutschen Geldhäuser um sich selbst. Mit dem US-Fonds Cerberus kommt nun Druck von außen. Und es gibt neue Spekulationen um eine Megafusion von Deutscher Bank und Commerzbank. (SZ S. 15)
AURUBIS - Die Kupferhütte Aurubis wandelt sich zum Metallkonzern. Obwohl das Kerngeschäft brummt, will der Vorstand das Unternehmen breiter aufstellen. Der Schlüssel sind seltene Industriemetalle und neue Partnerschaften. (FAZ S. 22)
VOLVO - Seit bald 20 Jahren gehen sie getrennte Wege, doch ausgerechnet Chinesen könnten die beiden schwedischen Firmen wieder zusammenbringen. Der Autobauer Geely, der Eigentümer des Pkw-Herstellers Volvo aus Göteborg, steigt nun auch beim gleichnamigen Lastwagen-Bauer ein. Die Holding aus der Volksrepublik übernimmt die Beteiligung des Finanzinvestors Cevian Capital am börsennotierten Unternehmen Volvo AB im Marktwert von fast 2,8 Milliarden Euro und steigt dadurch mit 8,2 Prozent zum zweitgrößten Einzelaktionär des Lkw- und Omnibus-Herstellers auf, wie Cevian und Geely am Mittwoch bestätigten. Einem Bericht der schwedischen Zeitung "Dagens Nyheter" zufolge haben die Chinesen 3,25 Milliarden Euro für das Anteilspaket bezahlt. (Handelsblatt S. 16/Börsen-Zeitung S. 8)
AIRBUS - Sollte der erhoffte Auftrag von Emirates für weitere A380-Flieger nicht zustande kommen, droht diesem Flugzeugprogramm von Airbus vermutlich das Ende. (Börsen-Zeitung S. 7)
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December 28, 2017 00:15 ET (05:15 GMT)
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