Anzeige
Mehr »
Sonntag, 08.02.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Der Shakeout: Silber hat genau das getan, was echte Bullenmärkte immer tun - es hat die Touristen abgeschüttelt
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
130 Leser
Artikel bewerten:
(0)

MÄRKTE USA/Erneut fallende Technologiewerte belasten die Wall Street

Von Thomas Rossmann

NEW YORK (Dow Jones)--Die Technologiewerte setzen nach einer kurzen Zwischenerholung ihre Talfahrt am Donnerstag fort und drücken auch die Wall Street ins Minus. Nachdem kritische Aussagen von Goldman Sachs am vergangenen Freitag einen Rücksetzer bei den Technologiewerten ausgelöst hatten, belastet nun unter anderem eine Umfrage der Bank of America-Merrill Lynch die Stimmung. Einige Fondsmanager hatten hier sogar vor einer Blase in Internet-Aktien gewarnt. Die Unsicherheit unter den Anlegern ist weiter groß, begründet ein Marktteilnehmer die erneuten Verluste. Die Branche gilt als überbewertet. "Ich befürchte, es gibt noch deutliches Abwärtspotenzial", sagt Portfolio-Manager Aaron Clark von GW&K Investment Management.

Der technologielastige Nasdaq-Composite reduziert sich um 0,9 Prozent. Am Freitag und Montag hatte der Index insgesamt 2,3 Prozent eingebüßt, bevor es zu einer moderaten Erholung gekommen war. Für den Dow-Jones-Index geht es um 0,1 Prozent auf 21.349 Punkte nach unten. Der S&P-500 sinkt um 0,4 Prozent.

Übergeordnet lastete auch die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank vom Vortag auf dem Aktienmarkt. Zuletzt eher enttäuschende US-Konjunkturdaten hatten Spekulationen ausgelöst, dass die Fed beim Tempo der weiteren Zinserhöhungen den Fuß vom Gas nehmen könnte. Doch diese Erwartungen wurden nicht erfüllt. Auch die veröffentlichten Daten am Berichtstag lieferten ein gemischtes Bild.

So fielen Teuerungsdaten - in diesem Fall Importpreise - wieder einmal schwächer aus als prognostiziert, doch übertrafen der Philadelphia-Fed- und der Empire-State-Index die Prognosen. Auch Daten zum wöchentlichen Arbeitsmarkt fielen etwas besser aus als erwartet. Dagegen fiel die Industrieproduktion leicht zurück, während sie unverändert erwartet worden war.

Pfund mit knapper BoE-Entscheidung fest 
 

Am Devisenmarkt steht das Pfund im Blick. Die erwartete Bestätigung des Zinsniveaus durch die Bank of England (BoE) erfolgte lediglich mit einer denkbar knappen Mehrheit von fünf Notenbank-Vertretern. Drei Repräsentanten waren für eine Zinserhöhung. Dies trieb das Pfund um knapp ein Cent bis knapp an 1,2800 Dollar. Zuvor hatte das Pfund noch wegen schwacher britischer Einzelhandelsdaten unter Druck gestanden. Aktuell gibt es einen Teil der Gewinne wieder ab und notiert bei 1,2768 Dollar.

Gegen den Euro macht der Dollar nochmals Boden gut. Mit den Aussagen der Fed vom Vortag hatte er zwischenzeitliche Verluste aufgeholt. Die Fed hält an ihrem Zinspfad fest und will die Bilanz reduzieren. Das stützt die US-Devise, so dass der Euro auf 1,1155 Dollar zurückfällt, nachdem er am Vortag bei 1,1297 Dollar noch ein Jahreshoch markiert hatte.

Auch der Goldpreis steht weiter im Bann der Notenbankpolitik. Am Mittwoch war er mit dem Festhalten der Fed an einer Straffung unter Druck geraten, am Donnerstag verliert er weitere 0,5 Prozent auf 1.254 Dollar je Feinunze. Nach der knappen Zinsentscheidung der Bank of England baute er die Verluste aus. Dazu kommt der weiter steigende Dollar.

Die Anleihenotierungen leiden ebenfalls unter dem straffen Zinspfad der Fed, nachdem am Vortag noch schwache US-Daten für Käufe gesorgt hatten. Nun steigt die Rendite der zehnjährigen Treasurys um 3 Basispunkte auf 2,16 Prozent.

Die Ölpreise geben nach dem Vortagesabsturz erneut nach. Die schon bestehenden Sorgen hinsichtlich des herrschenden Überangebots waren am Mittwoch mit neuen Daten zusätzlich angefacht worden. Aktuell kostet WTI 44,55 Dollar je Fass, ein Minus von 0,4 Prozent. Für Brent geht es um 0,3 Prozent auf 46,86 Dollar nach unten.

Technologiewerte erneut unter Druck 
 

Die Werte aus dem Technologiesektor verzeichnen erneut Abgaben. Für die Apple-Aktie geht es um 1,4 Prozent nach unten und Microsoft verlieren 0,6 Prozent. Die Papiere der Google-Mutter Alphabet fallen um 1,9 Prozent. Die Analysten von Canaccord Genuity haben die Aktie auf "Hold" von "Buy" abgestuft. Zwar sei man für die Wachstumsaussichten des Konzerns weiterhin zuversichtlich, doch beruhe das jüngste Wachstum vor allem auf verstärkten Downloads von Suchfunktionen und Youtube, was sich nicht als beständig erweisen dürfte. Zudem seien die Prognosen für die Bruttomarge bei Alphabet zu hoch. Die Titel hätten in den vergangenen drei Monaten um 8,7 Prozent zugelegt, der S&P-500 dagegen lediglich um 1,6 Prozent.

Boeing gewinnen 0,9 Prozent. Die China Aircraft Leasing (CALC) hat 50 Maschinen des Typs 737 Max bestellt. Der Auftrag hat nach Listenpreis ein Volumen von 5,8 Milliarden US-Dollar, wie das Hongkonger Unternehmen mitteilte. Die Auslieferung der ersten Flieger soll bis 2023 erfolgen. Bisher hat Boeing knapp 3.700 Bestellungen für die 737 Max erhalten.

Für Avon geht es um 3,0 Prozent nach unten. Der gebeutelte Kosmetikhersteller steht wohl vor einem Führungswechsel. Informierten Personen zufolge dürfte CEO Sheri McCoy ihren Rücktritt bekannt geben. Wer Nachfolger der Managerin wird, die seit 2012 an der Spitze des Unternehmens steht, sei unklar.

Der US-Sportartikelhersteller Nike will mehr als 1.000 Stellen im Zuge einer globalen Restrukturierung abbauen. Dies würde rund 2 Prozent der Belegschaft entsprechen. Der Konzern, der zuletzt an Wettbewerber wie Adidas Marktanteile verloren hat, will sich auf die Kernmärkte konzentrieren. Dazu soll die Präsenz in 12 Städten in zehn Ländern ausgebaut werden. Die Nike-Aktie verliert 2,9 Prozent.

Aktionäre des Spielzeugherstellers Mattel müssen sich auf deutlich geringere Dividenden einstellen. Das Unternehmen reduziert die Ausschüttung für das dritte Geschäftsquartal auf 15 Cent. In den Vorquartalen hatte die Mattel Inc den Anteilseignern noch 38 Cent je Aktie gezahlt. Die Aktie fällt um 7,6 Prozent.

=== 
INDEX               zuletzt         +/- %         absolut      +/- % YTD 
DJIA              21.348,88         -0,12          -25,68           8,03 
S&P-500            2.427,61         -0,42          -10,31           8,43 
Nasdaq-Comp.       6.137,22         -0,93          -57,68          14,01 
Nasdaq-100         5.668,83         -1,02          -58,24          16,56 
 
US-Anleihen 
Laufzeit       Akt. Rendite  Bp zu Vortag  Rendite Vortag      +/-Bp YTD 
2 Jahre                1,36           2,1            1,34           15,3 
5 Jahre                1,76           4,3            1,72          -16,6 
7 Jahre                1,98           3,6            1,94          -26,8 
10 Jahre               2,16           2,9            2,13          -28,9 
30 Jahre               2,78           1,0            2,77          -28,8 
 
DEVISEN             zuletzt         +/- %    Do, 8.10 Uhr  Mi, 17.16 Uhr   % YTD 
EUR/USD              1,1155        -0,57%          1,1219         1,1281   +6,1% 
EUR/JPY              123,46        +0,41%          122,96         123,01   +0,4% 
EUR/CHF              1,0870        -0,21%          1,0893         1,0893   +1,5% 
EUR/GBP              0,8738        -0,78%          0,8807         1,1335   +2,5% 
USD/JPY              110,68        +0,98%          109,61         109,05   -5,3% 
GBP/USD              1,2768        +0,22%          1,2740         1,2786   +3,5% 
 
ROHÖL               zuletzt     VT-Settl.           +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex             44,55         44,73           -0,4%          -0,18  -21,5% 
Brent/ICE             46,86            47           -0,3%          -0,14  -20,3% 
 
METALLE             zuletzt        Vortag           +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)        1.254,17      1.261,10           -0,5%          -6,94   +8,9% 
Silber (Spot)         16,78         16,91           -0,8%          -0,13   +5,4% 
Platin (Spot)        921,90        939,50           -1,9%         -17,60   +2,0% 
Kupfer-Future          2,56          2,57           -0,5%          -0,01   +1,7% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/bam

(END) Dow Jones Newswires

June 15, 2017 12:03 ET (16:03 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.

© 2017 Dow Jones News
Vorsicht, geheim!
2026 startet mit einem Paukenschlag: Der DAX outperformt den US-Markt, Nachzügler holen auf. Ein erstes Signal, dass der Bullenmarkt an Breite gewinnt. Während viele Anleger weiter auf die großen Tech-Namen setzen, hat sich im Hintergrund längst ein Umschwung vollzogen. Der Fokus verschiebt sich weg von überteuerten KI-Highflyern hin zu soliden Qualitätswerten aus der zweiten Reihe.

Anleger, die jetzt clever agieren, setzen nicht auf das, was war, sondern auf das, was kommt. Unternehmen mit gesunder Bilanz, unterschätztem Potenzial und begrenztem Abwärtsrisiko könnten 2026 zu den großen Gewinnern zählen. Die Gefahr einer schärferen Korrektur bleibt real, gerade für passiv aufgestellte Investoren.

In unserem neuen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau jetzt das Potenzial für überdurchschnittliche Renditen bieten. Stark, günstig und bislang kaum im Fokus.

Jetzt kostenlosen Report herunterladen – bevor es andere tun!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.