Von Matthias Goldschmidt
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Naturkatastrophen in Nordamerika haben den Talanx-Konzern nicht nur in der Rückversicherung, sondern auch im Industrieversicherungsgeschäft stark belastet. Die Muttergesellschaft der Hannover Rück rutschte im dritten Quartal bei steigenden Prämien wie angekündigt in die roten Zahlen, wobei ein hohes Kapitalanlageergebnis einen noch größeren Verlust verhinderte. Der jüngst gesenkte Ausblick für 2017 wurde bestätigt. Im kommenden Jahr soll der Gewinn dann wieder zulegen.
Talanx verbuchte im Zeitraum von Juli bis September vor allem wegen der Hurrikane in der Karibik und der Erdbeben in Mexiko einen Verlust von 19 Millionen Euro nach einem Gewinn von 233 Millionen im Vorjahreszeitraum. Allein in der Industrieversicherung lag der Verlust bei 98 Millionen Euro.
Die kombinierte Schaden-Kostenquote der Schaden-Erst- und -Rückversicherung des Konzerns schwächte sich auf 114,4 von 96,4 Prozent ab. Die Bruttoprämien stiegen um 5 Prozent auf 7,69 Milliarden Euro.
Die Ende Oktober gesenkte Jahresprognose bestätigte Talanx. Demnach soll der Gewinn 650 Millionen Euro erreichen. Vor den Wirbelstürmen hatte das Unternehmen 850 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die Eigenkapitalrendite wird 2017 voraussichtlich bei rund 7,5 Prozent liegen. Eine Dividendenzahlung mindestens auf Vorjahreshöhe sei aus heutiger Sicht gewährleistet, so Talanx.
Im kommenden Jahr soll der Konzerngewinn wieder auf rund 850 Millionen Euro steigen. Das Prämienwachstum wird bei 2,0 Prozent erwartet.
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November 13, 2017 01:54 ET (06:54 GMT)
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