PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die anhaltende Eurostärke
Der Eurokurs kratzte im Tagesverlauf an der Marke von 1,23 US-Dollar, womit er den höchsten Stand seit Ende 2014 erreichte. Zum europäischen Börsenschluss kostete die Gemeinschaftswährung noch 1,2265 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs davor auf 1,2277 (Freitag: 1,2137) Dollar festgesetzt, der Dollar hatte damit 0,8145 (0,8239) Euro gekostet. Ein starker Euro gilt als Belastung für exportstarke deutsche Unternehmen, da er ihre Produkte für Käufer außerhalb des Währungsraums tendenziell verteuert.
Bereits vergangene Woche war das Protokoll der jüngsten EZB-Zinssitzung am Markt als Signal für eine näher rückende Straffung der nach wie vor extrem lockeren Geldpolitik interpretiert worden. Dieser Einschätzung gab der estnische Notenbankchef Ardo Hansson am Montag neue Nahrung: Mit ihm trat ein weiteres führendes EZB-Mitglied für einen baldigen Ausstieg aus dem milliardenschweren Wertpapierkaufprogramm der Währungshüter ein. Zudem stützt seit dem vergangenen Freitag die Aussicht auf eine Regierungsbildung in Deutschland die Gemeinschaftswährung./gl/he
ISIN GB0001383545 FR0003500008 EU0009658145
AXC0230 2018-01-15/18:34
