WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Donnerstag etwas höher geschlossen. Der ATX stieg um 7,72 Punkte oder 0,23 Prozent auf 3296,86 Einheiten. Der österreichische Leitindex verzeichnete somit im Einklang mit dem Börsenumfeld im Euroraum leichte Gewinne. Im Mittelpunkt standen an den Aktienmärkten vor allem die Entscheidungen der US-Notenbank Fed vom Vorabend: Diese hatte angekündigt, dass ihr bereits länger angekündigter Bilanzabbau im Oktober beginnen soll.
Indem die Rückflüsse aus auslaufenden Anleihen schrittweise nicht mehr reinvestiert werden, soll der Bestand monatlich um 10 Milliarden US-Dollar sinken. Insgesamt hat die Notenbank Wertpapiere mit einem Volumen von rund 4,2 Billionen Dollar in ihren Büchern. Das Zielband für den Leitzins blieb unterdessen unverändert bei 1,00 bis 1,25 Prozent.
Bei den Einzelwerten in Wien gehörten die Aktien der Immofinanz (minus 1,78 Prozent auf 2,20 Euro) zu den größten Verlierern im ATX. Das Unternehmen bietet Anleiheinhabern ihrer 515,1 Millionen Euro schweren Wandelschuldverschreibungen an, diese in eigene und Buwog-Aktien umzutauschen. Ein Volumen von 287,3 Millionen Euro ist nach Unternehmensangaben noch ausstehend. Die Titel der Buwog gingen um moderate 0,22 Prozent tiefer bei 25,47 Euro aus dem Handel.
Unter den ATX-Schwergewichten legten Erste Group mit plus 1,58 Prozent auf 36,93 Euro besonders klar zu. Jeweils 0,87 Prozent gewannen die Aktien von Andritz (auf 48,48 Euro) und Raiffeisen (auf 28,50 Euro). In einer ähnlichen Größenordnung stiegen die Titel von Voestalpine (plus 0,83 Prozent auf 44,27 Euro). Die Analysten von Barclays haben sich in einem Kommentar zum jüngsten Kapitalmarkttag des Linzer Stahlkonzerns positiv über diesen geäußert.
Schwach präsentierten sich hingegen die Ölwerte: OMV-Aktien büßten 0,98 Prozent auf 48,12 Euro ein und die Anteilsscheine von Schoeller-Bleckmann gaben um 0,92 Prozent auf 64,40 Euro nach./dkm/sto/APA/men
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AXC0227 2017-09-21/19:04
