FRANKFURT (dpa-AFX) - Die langwierigen Tarifverhandlungen für die rund 600 000 deutschen Gebäudereiniger sind auch in der fünften Runde ergebnislos geblieben. Die Gespräche würden am 10. November in Frankfurt fortgesetzt, teilten die Gewerkschaft IG BAU und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks am Mittwoch mit.
Die Arbeitnehmervertreter hatten gefordert, die Löhne in West- und Ostdeutschland bis 2019 anzugleichen. Bisher verdienen Gebäudereiniger laut IG BAU mindestens 10 Euro pro Stunde im Westen und 9,05 Euro im Osten - eine Lücke von knapp zehn Prozent. Die Arbeitgeber seien ihr zwar entgegen gekommen, teilte die Gewerkschaft mit. Sie hätten Lohnsteigerungen im Westen bis 2019 auf 10,50 Euro und 10 Euro im Osten geboten, womit aber eine Lücke bleibe. Zudem hätten sie zwei Nullmonate für November und Dezember 2017 gefordert und den Einstieg in ein Weihnachtsgeld abgelehnt.
Der Geschäftsführer des Bundesinnungsverbands des Gebäudereiniger-Handwerks, Johannes Bungart, erklärte, man habe damit bereits angeboten, die Löhne im Osten auf 95 Prozent des Westniveaus anzuheben. Aus Sicht der IG BAU sei dies zu wenig gewesen. Sie wolle ein Lohnplus von 29 Prozent in Ostdeutschland, sagte Bungart. Das geforderte Weihnachtsgeld sprenge daher endgültig den Rahmen./als/DP/jha
AXC0117 2017-10-18/11:28
