FRANKFURT (Dow Jones)--Die Wirbelstürme und Erdbeben in Nordamerika machen auch der Talanx AG schwer zu schaffen. Wie die Konzernmutter der Hannover Rück mitteilte, erwartet sie im Gesamtjahr nur noch einen Gewinn von 650 Millionen Euro. Bislang hatte die Prognose auf 850 Millionen Euro gelautet. Im dritten Quartal rechnet der MDAX-Konzern nun mit einem Verlust von 20 Millionen Euro. Zur Begründung verwies Talanx auch auf eine ungewöhnliche Häufung der Schadenbelastungen in der Industrieversicherung.
Die Großschadenbelastung durch die Hurrikane Harvey, Irma und Maria sowie die Erdbeben in Mexiko beziffert Talanx nun auf rund 900 Millionen Euro. Nach neun Monaten liege die Großschadenbelastung bei 1,2 Milliarden Euro und somit über dem Gesamtjahresbudget.
Die neue Ergebnisprognose für das Gesamtjahr unterstellt, dass die Großschadenbelastung im vierten Quartal die für ein Quartal budgetierten Großschäden nicht übersteigt. Die Eigenkapitalrendite wird 2017 voraussichtlich bei rund 7,5 Prozent liegen. Eine Dividendenzahlung mindestens auf Vorjahreshöhe sei aus heutiger Sicht weiter gewährleistet, so Talanx.
Im dritten Quartal habe allein die Industrieversicherung einen Quartalsverlust von 100 Millionen Euro eingefahren. Ein höheres Kapitalanlageergebnis sowie eine Verbesserung im Privatkundengeschäft haben dies teilweise ausgeglichen.
Die vollständigen Quartalszahlen will Talanx wie geplant am 13. November vorlegen.
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October 27, 2017 01:55 ET (05:55 GMT)
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