Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Die deutschen Banken halten nach Erkenntnissen der Deutschen Bundesbank derzeit deutlich mehr Bargeld als sonst, um den auf Überschusseinlagen zu zahlenden Zins zu umgehen. In ihrem Monatsbericht für März schätzt die Bundesbank den zusätzlichen Barbestand auf 10 Milliarden Euro.
"Die besonders auffällige Entwicklung der Kassenbestände ab Mitte 2016 nach der Senkung des Einlagesatzes auf minus 0,4 Prozent legt nahe, dass der Aufbau der Kassenbestände der Kreditinstitute in Deutschland vermutlich mit dem Motiv der Vermeidung von Negativzinsen auf Einlagen bei der Bundesbank zu erklären ist", schreibt die Bundesbank in dem Bericht.
Sie verweist darauf, dass die durchschnittlichen Kassenbestände 2015 bei 16,1 Milliarden Euro gelegen haben, 2016 bei 19,8 Milliarden und 2017 bei 19,8 Milliarden. Der Jahresendwert der Kassenbestände hat 2017 sogar bei 32,1 Milliarden Euro gelegen und damit um 12,6 Milliarden Euro über dem Jahresendwert von 19,5 Milliarden des Jahres 2015.
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March 19, 2018 07:00 ET (11:00 GMT)
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