Der Ausverkauf an den europäischen Börsen
hat sich am Freitag noch verschärft. Auch wenn die USA die Staaten
der Europäischen Union von Strafzöllen auf Stahl und Alumimium
ausnehmen will, so lastete ein drohender Handelskrieg doch schwer
auf den Kursen. Der EuroStoxx 50
Zuletzt büßte der Index 1,89 Prozent auf 3285,04 Punkte ein. Auf Wochensicht zeichnete sich ein Verlust von 4,4 Prozent ab. Alle 50 Einzelwerte des Index verbuchten am Freitag Kursverluste. Vom Jahreshoch von Ende Januar hat der EuroStoxx 50 mittlerweile fast 11 Prozent eingebüßt.
China hat als Reaktion auf milliardenschwere Strafzölle die USA vor Vergeltung gewarnt und eigene Strafen angekündigt. Geplant ist ein Paket im Umfang von 3 Milliarden Dollar. Zölle erhöhten die Kosten für Unternehmen und die Ausgaben von Verbrauchern, merkte John Stopford vom Vermögensverwalter Investec an. Sie dürften also die Inflation ankurbeln.
Gleichzeitig seien die Aktienmärkte hoch bewertet, während die Unterstützung durch die Geldpolitik der Notenbanken nachlasse. Diese Gemengelage mache ihn "vorsichtiger gegenüber Marktrisiken", sagte der Anlagechef und fügte hinzu: "Alles, was das Wachstum im Handel oder bei wichtigen Handelspartnern trifft, ist schädlich".
In Paris sackte der CAC 40
Erleichtert reagierten Anleger auf den Rückzug von GlaxoSmithKline
Die Aktivitäten von Pfizer seien zwar attraktiv, ein solcher Deal würde jedoch die Bilanz von GlaxoSmithKline verschlechtern, schrieb Analyst Richard Parkes von der Deutschen Bank. Zudem habe es am Markt Hinweise darauf gegeben, dass die Briten für diese Übernahme die Dividende opfern könnten.
Am Donnerstag hatte sich mit Reckitt Benckiser
Papiere des britischen Einzelhändlers Next lagen mit einem Plus von 6,12 Prozent an der Spitze des FTSE 100. Next will den Online-Absatz in diesem Jahr um 10 Prozent steigern und gleichzeitig die Gewinnmarge erhöhen. Der Analyst Andrew Hughes von UBS riet daraufhin zum Kauf der Aktien.
Auf dem Branchentableau hielten sich am Freitag die Telekomunternehmen mit einem Minus von 0,54 Prozent noch am besten. Sie gelten wegen stabiler Erträge und vergleichsweise sicherer Dividenden als Häfen in stürmischen Börsenphasen. Automobilhersteller waren mit einem Minus von 2,41 Prozent die schwächste Branche. Sie gelten wegen ihrer starken Abhängigkeit von der weltweiten Konjunktur als riskanteres Investment./bek/jha/
ISIN GB0001383545 FR0003500008 EU0009658145 EU0009658160
AXC0131 2018-03-23/11:13
