Von Ulrike Dauer
HERZOGENAURACH (Dow Jones)--Der Sportartikelhersteller Adidas hat im Schlussquartal seinen Verlust unterm Strich vor allem aufgrund einer Einmalbelastung durch die US-Steuerreform ausgeweitet. Umsatz und operativer Gewinn legten dagegen deutlich zu. Im Gesamtjahr hat Adidas mehr verdient und die Profitabilität verbessert, dabei wurden die selbst gesteckten Ziele teilweise übertroffen. Aktionäre sollen eine um 0,60 Euro höhere Dividende von 2,60 Euro je Aktie bekommen, das Unternehmen will eigenen Aktien zurückkaufen.
Für das aktuelle Jahr setzt Adidas-Chef Kasper Rorsted die Messlatte bei Gewinn und Profitabilität höher, die mittelfristigen Ziele für den Gewinn und die Marge in Jahr 2020 wurden angehoben.
Von Oktober bis Dezember verdreifachte sich der operative Gewinn im fortgeführten Geschäft auf 124 Millionen Euro. Netto betrug der Verlust 41 Millionen Euro, nach einem Verlust von 10 Millionen im Vorjahresquartal. Das Minus war größer als Analysten im Konsens mit 29 Millionen erwartet hatten. Der Umsatz wuchs um 12,4 Prozent auf 5,06 Milliarden Euro und blieb auch unterhalb der Analysterwartungen.
Im Gesamtjahr kletterte der operative Gewinn um 31 Prozent - stärker als die vom Unternehmen angestrebten 24 bis 26 Prozent. Der Umsatz stieg auf 21,2 Milliarden, währungsbereinigt ist dies ein Plus von 16 Prozent, Adidas hatte allerdings einen Anstieg um 17 bis 19 Prozent angepeilt.
Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg um 25 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro, bereinigt um den US-Steuereffekt betrug der Anstieg 32 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro. Adidas hatte hier einen Anstieg von 26 Prozent bis 28 Prozent auf 1,36 bis 1,39 Milliarden Euro angepeilt. Der Nettogewinn verbesserte sich um 7,8 Prozent auf 1,07 Milliarden.
Für 2018 strebt Adidas einen langsameren Anstieg beim Umsatz an, will aber operative und Bruttomarge verbessern.
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March 14, 2018 03:22 ET (07:22 GMT)
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