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MÄRKTE EUROPA/Börsen starten schwächer - Carrefour brechen ein

Von Manuel Priego Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit einem neuerlichen Kursrutsch sind Europas Börsen am Donnerstag in den Handel gestartet. Die Kombination aus globalem Anstieg von Zins und Inflation plus falkenhafte Aussagen des neuen US-Notenbankchefs Jerome Powell üben weiter Druck auf die Aktienbewertungen aus. Der Dollar legt entsprechend weiter zu und drückt den Euro auf die 1,22er-Marke. Eine gewisse Unterstützung kommt derweil aus China: Nachdem der offizielle Einkaufsmanagerindizes am Mittwoch enttäuschte, ist der Caixin-Einkaufsmanager-Index mit 51,6 auf ein neues 6-Monats-Hoch gestiegen.

Der DAX gibt im frühen Handel um 0,5 Prozent auf 12.374 Punkte nach. Für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,2 Prozent auf 3.433 nach unten. Nach der Anhörung vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des US-Repräsentantenhauses am Dienstag erscheint Powell am Donnerstag vor dem Bankenausschuss des US-Senats. Die Anleger werden auch diesen Auftritt genau verfolgen, allerdings stehen große Abweichungen nicht zu erwarten. Für Bewegung könnten am Vormittag die revidierten Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und Frankreich sorgen. Am Nachmittag wird dann der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA veröffentlicht.

Der Dollar hat einen Lauf 
 

"Der Dollar hat einen Lauf", kommentiert die Commerzbank die jüngste Erholung der US-Devise. Gestützt werde sie in erster Linie durch den geldpolitischen Ausblick, also der Hoffnung auf eine zügigere Normalisierung der US-Zinsen durch die Fed aufgrund einer schneller anziehenden Inflation. Neben den Äußerungen des neuen Fed-Vorsitzenden hätten auch die zuletzt besseren Konjunkturdaten diese Hoffnung gestärkt. Die US-Wirtschaft laufe auf Hochtouren, und die expansive Fiskalpolitik der US-Regierung werde die Dynamik demnächst noch erhöhen. Das Euro-Dollar-Paar geht am Morgen bei 1,2200 um.

Carrefour-Aktien müssen kräftige Verluste von 7,2 Prozent hinnehmen. "Nachdem gestern Ahold Delhaize für eine deutliche Stimmungsverbesserung im Retail-Sektor gesorgt hat, ist das ein herbe Enttäuschung", sagt ein Händler über die Zahlen. Einige Marktteilnehmer dürften sich wegen Ahold long positioniert haben in der Hoffnung auf gute Carrefour-Zahlen. Dies dürfte am Donnerstag rückabgewickelt werden, auch der gesamte Sektor könnte darunter leiden. Vor allem die Dividendenkürzung um fast ein Drittel, der überraschende Verlust auf Jahressicht und das verlangsamte Wachstum dürften schlecht ankommen.

Peugeot glänzt - ohne Opel 
 

Bei Peugeot (ex Opel) läuft es weiter rund. Die Umsätze im vierten Quartal liegen mit 12,5 Milliarden Euro klar über der Evercore-Schätzung von 12 Milliarden Euro. Das EBIT hat mit 1,52 Milliarden Euro ebenfalls die Schätzung von 1,42 Milliarden klar geschlagen. Verantwortlich für den Erfolg sei unter anderem die extrem erfolgreiche Markteinführung der Modelle 3008, 5008 und C3. Peugeot dürfte auch im laufenden Jahr von diesen Modellen und zusätzlichen Modellen profitieren. Der Ausblick erscheine konservativ. Peugeot steigen im frühen Handel 4,1 Prozent.

Einen schlechten Ausblick bei Adecco machen Händler für das Kursminus von 7,6 Prozent verantwortlich. "Der Gewinn zum vierten Quartal war zwar gut, sieht aber durch positive Steuereffekte besser aus, als er eigentlich ist", sagt ein Händler. Zusammen mit dem unter Erwartung liegenden Ausblick und der Erwartung einer fallenden Bruttomarge im ersten Quartal sei die Aktie auf dem rekordhohen Bewertungsniveau über 70 Franken unattraktiv.

WPP-Ausblick lassen Aktien einbrechen 
 

Keine Entspannung für Medienwerte, vor allem mit Bezug auf TV-Werbung, sehen Händler nach den Zahlen des britischen Werberiesen WPP. "Die Zahlen sind nicht schlecht, aber der Ausblick klingt zu mau, mehr als eine Stabilisierung der Umsätze auf dem aktuellen Level wird nicht erwartet", sagt ein Händler. Der Druck auf die Werbeindustrie durch Online-Unternehmen wie Google und Facebook hinterlasse Spuren. Investoren würden bei WPP vor allem bemängeln, dass es weiter an Aussagen fehle, wie man das Umsatzwachstum wiederbeleben wolle. "Da fehlt einfach jede Fantasie für Investoren", so der Händler. WPP büßen 12 Prozent ein.

Die Geschäftszahlen von Rheinmetall sind nach Einschätzung aus dem Handel gemischt ausgefallen. Das EBIT sei zwar über den Erwartungen geblieben, dies sei allerdings nur auf das Automotive-Geschäft zurückzuführen. Daneben habe der Umsatz die Prognose nicht ganz erreicht. Rheinmetall verlieren 0,3 Prozent.

Enttäuschender Ausblick von Beiersdorf 
 

Ein enttäuschender Ausblick setzt Beiersdorf unter Druck. Der Konzern rechnet lediglich mit einer stabilen EBIT-Marge von 15,4 Prozent. Erwartet worden sei ein Anstieg auf 16 Prozent. "Das Consumer-Geschäft entwickelt sich nicht zufriedenstellend", sagt ein Marktteilnehmer. Der Kurs fällt um 3,4 Prozent.

Für Elringklinger geht es um 6 Prozent nach unten. "Die Gewinnentwicklung hält mit der Umsatzentwicklung nicht Schritt", sagt ein Händler. Zudem bereite Elringklinger den Markt vermutlich auf einen vergleichsweise schwachen Ausblick vor, indem das Unternehmen die negativen Währungseinflüsse betone. Kion steigen nach positiv aufgenommenen Zahlen um 6,5 Prozent.

Zalando geben im frühen Handel um 3,3 Prozent nach. Der Ausblick sei auf der Umsatzseite in Ordnung, auf der Gewinnseite lägen die Analystenschätzungen aber im oberen Bereich der nun genannten Spanne von 220 bis 270 Millionen Euro für das bereinigte EBIT.

=== 
INDEX                zuletzt  +/- %  absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50       3.432,86  -0,18    -6,10      -2,03 
Stoxx-50            3.033,54  -0,15    -4,57      -4,54 
DAX                12.374,10  -0,50   -61,75      -4,21 
MDAX               26.196,22  -0,30   -78,82      -0,02 
TecDAX              2.609,23  -0,79   -20,70       3,17 
SDAX               12.070,52  -0,57   -68,97       1,55 
FTSE                7.220,43  -0,16   -11,48      -5,93 
CAC                 5.306,54  -0,26   -13,95      -0,11 
 
Bund-Future           159,63            0,15      -1,33 
 
DEVISEN        zuletzt  +/- %       0.00 Uhr  Mi, 17.39 Uhr 
EUR/USD         1,2197  +0,0%         1,2194         1,2215 
EUR/JPY         130,27  +0,2%         130,05         130,31 
EUR/CHF         1,1533  +0,1%         1,1519         1,1523 
GBP/EUR         1,1283  +0,0%         1,1282         1,1298 
USD/JPY         106,81  +0,2%         106,65         106,67 
GBP/USD         1,3761  +0,0%         1,3757         1,3801 
Bitcoin 
BTC/USD       9.877,09  -0,8%       9.877,09       9.877,09 
 
ROHOEL               zuletzt      VT-Settl.  +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex              61,79          61,64  +0,2%     0,15  +2,3% 
Brent/ICE              64,81          64,73  +0,1%     0,08  -1,6% 
 
METALLE              zuletzt         Vortag  +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)         1.311,93       1.318,15  -0,5%    -6,22  +0,7% 
Silber (Spot)          16,35          16,42  -0,4%    -0,07  -3,5% 
Platin (Spot)         974,40         985,50  -1,1%   -11,10  +4,8% 
Kupfer-Future           3,10           3,11  -0,1%    -0,00  -6,0% 
=== 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

March 01, 2018 03:52 ET (08:52 GMT)

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© 2018 Dow Jones News
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