Die EU-Wettbewerbshüter haben Bedenken gegen den
geplanten Verkauf von Geschäftsteilen des Kupferkonzerns Aurubis
Aurubis hatte Mitte Februar erklärt, mit den familiengeführten Wieland-Werken in Ulm in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Verkauf des Segments Flachwalzprodukte zu stehen. Damals hieß es, der Unternehmensbereich komme auf einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro. Er umfasst unter anderem Fabriken in den USA, den Niederlanden, Finnland und Deutschland. Der Kaufvertrag war dann Mitte März unterzeichnet worden. Über finanzielle Details sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es.
Mitverkauft wird ein 50-Prozent-Anteil an der Schwermetall Halbzeugwerk GmbH&Co KG mit rund 330 Millionen Euro Umsatz. Unterm Strich würden etwa 1900 Stellen bei Aurubis wegfallen und bei Wieland dazukommen.
"Kupfer wird in vielen Industriezweigen benötigt und ist auch im Alltag der Verbraucher wichtig, da das Metall zum Beispiel in Elektrogeräten oder Leitungen verwendet wird", erklärte Vestager weiter. Die Brüsseler Behörde hat nun 90 Arbeitstage Zeit, um die Übernahme im Detail zu prüfen. Stichtag ist der 10. Dezember./asa/DP/tos
ISIN DE0006766504
AXC0241 2018-08-01/17:05
