ESSEN/DUISBURG (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund der von US-Präsident angedrohten Strafzölle trifft sich die internationale Stahlbranche am Mittwoch in Düsseldorf. Ein möglicher Strafzoll insbesondere für Stahl könnte dabei nach Einschätzung der IG Metall Arbeitsplätze auch in Deutschland in Gefahr bringen. "Wir gehen davon aus, dass es Beschäftigungseffekte haben wird", sagte der Stahl-Experte der IG Metall, Heiko Reese, im Vorfeld der Handelsblatt-Jahrestagung Stahl. Derzeit könne aber noch niemand beziffern, in welchem Umfang dies geschehen werde.
Auch der Stahlfachmann das RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung , Roland Döhrn, äußerte sich zunächst zurückhaltend im Hinblick auf das Ausmaß möglicher Jobverluste. Das habe zunächst nur sehr beschränkte Auswirkungen auf die Arbeitsplätze, sagte er. Die größte Gefahr bestehe vielmehr darin, dass sich protektionistische Tendenzen entwickelten.
Die direkten Auswirkungen auf den deutschen Stahlexporte seien jedoch als eher gering einzuschätzen, da lediglich knapp 6 Prozent des Werts der Stahlproduktion in die USA ausgeführt werde. Es sei jedoch davon auszugehen, dass in dem durch Überkapazitäten geprägten Stahlmarkt dadurch zusätzliche Mengen nach Europa drängten.
Nordrhein-Westfalen ist nicht nur Sitz des größten deutschen
Stahlkonzerns Thyssenkrupp
Zu der zweitägigen Tagung werden unter anderem der Chef der
Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, sowie Manager
der Stahlkonzerne Salzgitter, ArcelorMittal
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