Von Andreas Kißler
BERLIN (Dow Jones)--Der Präsident des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, Clemens Fuest, hat europäische Strafzölle für US-Produkte als Reaktion auf Strafzölle der USA befürwortet, jedoch vor einer Überreaktion gewarnt. "Ich denke, die EU muss jetzt etwas tun", sagte er. "Man sollte allerdings maßvoll antworten", forderte er. "Man sollte es nicht übertreiben." Konkret schlug er Zölle für Motorräder oder Jeans vor, die ein kleines Segment des Marktes darstellten. "Es ist wichtig, dass man da nicht übers Ziel hinausschießt, denn man will das Ganze ja nicht anheizen", sagte der Ökonom.
US-Präsident Donald Trump verstärke mit seiner eigenen Politik, etwa der Steuerreform, makroökonomisch das Handelsdefizit. "Trump müsste eigentlich Freihandelsabkommen ausbauen", sagte Fuest. "Dann gäbe es eine Chance darauf, dass dieses Defizit verschwindet." Zumindest würde es dann keine Handelshemmnisse mehr geben. Trump habe sich selber geweigert, die Handelshemmnisse weiter abzubauen, indem er beim Freihandelsabkommen TTIP nicht mehr mitmache.
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March 07, 2018 04:24 ET (09:24 GMT)
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