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XETRA-SCHLUSS/Abverkauf zu Wochenbeginn - Elringklinger warnt

Von Manuel Priego Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt musste am Montag wegen des eskalierenden Handelskonflikts schwere Verluste hinnehmen. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag gedroht, Strafzölle von bis zu 20 Prozent auf EU-Autobauer zu erheben. Mit Blick auf China steht derweil ein mögliches Investitionsverbot für chinesische Firmen in US-Technologie-Unternehmen im Raum. Zugleich schwächt sich Europa politisch wegen der Flüchtlingskrise weiter, die zur existenziellen Bedrohung für die große Koalition in Berlin geworden ist. Der DAX verlor 2,5 Prozent auf 12.270 Punkte.

Ein weniger stark als erwartet gefallener Ifo-Geschäftsklimaindex half nicht. Er gab auf 101,8 nach und damit etwas weniger als mit 101,6 erwartet. "Der Trend weist damit weiter klar nach unten", kommentierte die Commerzbank. Das zunehmende Risiko eines Handelskriegs spreche dafür, dass die eingetrübte Stimmung bei den Unternehmen nicht nur eine kurze Wachstumsdelle signalisiere, sondern einen Zwischenabschwung, der bis zum Ende des Jahres andauern sollte. Die deutsche Wachstumsprognose für 2018 in Höhe von 2,0 Prozent bleibe mit Abwärtsrisiken versehen.

Gewinnwarnung von Elringklinger dürften weitere folgen 
 

Nach der Gewinnwarnung von Daimler in der vergangenen Woche hat nun mit Elringklinger ein zweites Unternehmen aus dem Automobilsektor gewarnt. Der Zulieferer begründete die Warnung mit erheblichen zusätzlichen Belastungen wegen anziehender Rohstoffpreise. Elringklinger sprach von einer hohen allgemeinen Unsicherheit - sowohl in politischer und makroökonomischer als auch in operativer Hinsicht. Elringklinger brachen um 8,9 Prozent ein.

Im Handel zeigte man sich über die Gewinnwarnung von Elringklinger wenig überrascht - dieser dürften weitere folgen. Der Automobilsektor kam am Montag unter die Räder: VW verloren 2,4 Prozent, BMW 1,8 Prozent und Daimler 2,8 Prozent. Die Conti-Aktie fiel 3,3 Prozent.

Infineon wurden gleich zweifach in die Mangel genommen 
 

Mit Abgaben von 5,3 Prozent waren Infineon der Hauptverlierer im DAX. Nach Einschätzung aus dem Handel wurde das Papier gleich zweifach in die Mangel genommen - zum einen als Technologiewert und zum anderen als Zulieferer für die Automobilbranche. Beide Branchen drohen zu Hauptverlierern zu werden in dem eskalierenden Handelsstreit zwischen den USA und dem Rest der Welt.

Osram brachen um 11,8 Prozent ein - unternehmensspezifische fundamentale Gründe für den Einbruch waren im Handel nicht bekannt. Allerdings verstärke die Androhung von US-Strafzöllen auf EU-Autos die Problematik der LED-Sparte, hieß es.

Als reichlich spät wurde an der Börse der Plan der Mediengruppe RTL eingestuft, mit einem eigenen Video-on-demand-Angebot dem Vormarsch globaler Plattformen wie Netflix und Amazon Prime Video entgegenzutreten. Der Markt sei durch die internationalen Player gut besetzt, hieß es. Die Aktie hielt sich mit Abgaben von 0,2 Prozent dennoch viel besser als der Gesamtmarkt.

Umgesetzt wurden im Xetra-Handel bei den DAX-Werten rund 100,9 (Vortag: 85,8) Millionen Aktien im Wert von rund 3,97 (Vortag: 3,33) Milliarden Euro. Alle 30 DAX-Werte schlossen im Minus.

=== 
INDEX              zuletzt   +/- %  +/- % YTD 
DAX              12.270,33  -2,46%     -5,01% 
DAX-Future       12.258,50  -2,23%     -5,84% 
XDAX             12.275,81  -2,25%     -4,55% 
MDAX             25.847,60  -2,10%     -1,35% 
TecDAX            2.733,63  -2,34%     +8,09% 
SDAX             12.072,39  -1,94%     +1,56% 
zuletzt          +/- Ticks 
Bund-Future         162,25      12 
=== 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

June 25, 2018 11:48 ET (15:48 GMT)

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© 2018 Dow Jones News
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