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BLOG US-Strafzölle/Stahlindustrie dringt auf Schutzmaßnahmen der EU

Kommentare und Einschätzungen zu der Verhängung von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium durch Präsident Donald Trump:

Stahlindustrie dringt auf Schutzmaßnahmen der EU 

Die deutsche Stahlindustrie hat mit einem Appell an die EU auf das Dekret von US-Präsident Trump reagiert. "Die Europäische Union muss jetzt umgehend und wirkungsvoll ihre Stahlindustrie vor den Auswirkungen dieser protektionistischen US-Politik schützen", verlangte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff. Die USA schotteten sich mit dieser Entscheidung bei Stahl weitgehend vom Rest der Welt ab. "Mit diesem klar protektionistischen Eingriff in den internationalen Handel verschafft die US-Regierung ihrer Stahlindustrie unfaire Wettbewerbsvorteile", kritisierte Kerkhoff. Stahl aus anderen Ländern werde "sich vorrangig seinen Weg in Richtung des EU-Marktes suchen, "der keine Hindernisse wie Importzölle kennt".

VP Bank rät zu besonnener Reaktion 

"Jetzt kommt es auf eine besonnene Reaktion der Handelspartner an", meint Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe. "Eine Spirale aus Maßnahmen und Gegenmaßnahmen kann weder im Interesse der EU noch eines anderen Landes sein." Wünschenswert wäre, dass die WTO ihrer Aufgabe gerecht werde und gerade im gegenwärtigen Konflikt als Vermittler und auch Richter fungiere. Es sei bislang auch nicht davon auszugehen, dass Donald Trump seine Strafzölle auf weitere Güter erweitern werde. Trump habe ein Zeichen gesetzt. Damit sei es nun hoffentlich genug. Der Widerstand innerhalb des Kongresses und auch der Industrie sei in den vergangenen Tagen enorm gewesen. "Wir rechnen deshalb nicht damit, dass es zu einem eskalierenden Handelskrieg kommen wird", sagt Gitzel.

Unicredit: Auf dem rutschigen Hang zu einem Handelskrieg 

Die Strafzölle sind nach Einschätzung von Unicredit-Ökonom Harm Bandholz der "verzweifelte Versuch" der US-Regierung, Druck auf andere Staaten - meistens verbündete Länder - aufzubauen, damit sie ihre Handelsungleichgewichte mit den USA angehen. "Das Ergebnis ist, dass wir jetzt damit begonnen haben, auf dem rutschigen Hang des Protektionismus hin zu einem globalen Handelskrieg abzugleiten", meint der Experte. "Die einzige Sicherheit in diesen unsicheren Zeit ist, dass Zölle weder die nationale Sicherheit stärken noch zusätzliche Jobs schaffen. Es ist der falsche Politikansatz."

BDI: Trump riskiert Verteuerung von Waren 

Heftige Kritik ist die Reaktion des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) auf Trumps Erlass. Der US-Präsident riskiere mit einem Aufkündigen globaler Wirtschaftsketten, dass Waren in den USA teurer würden, warnte BDI-Präsident Dieter Kempf im Deutschlandfunk nach Angaben des Senders. Kempf riet zum Festhalten am freien Handel. Die Geschichte habe immer bewiesen, dass der globale Welthandel die bessere Lösung sei. Seiner Ansicht nach wäre neben Gegenmaßnahmen der EU ein Streitschlichtungsverfahren der Welthandelsorganisation eine Möglichkeit, die USA doch noch zum Einlenken zu bewegen. Die USA könnten sich einem solchen Verfahren allerdings auch entziehen, räumte der Industrie-Präsident ein.

Nichteisen-Metallindustrie kritisiert US-Strafzölle 

Die Nichteisen-Metallindustrie hat die Strafzölle auf Stahl und Aluminium kritisiert. Die US-Importzölle würden einen wirtschaftlichen Schaden bei allen Beteiligten verursachen und die deutsche Aluminiumindustrie benötige ausreichenden Handelsschutz, sollten relevante Mengen an Primäraluminium und Halbzeugen nach Europa umgeleitet werden. "Protektionismus und Importzölle werden nur Verlierer hervorbringen", sagt Franziska Erdle, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Metalle. Trotzdem müsse aber die EU intervenieren, um die eigenen Interessen im internationalen Handel sicherzustellen. Die deutsche Nichteisen-Metallindustrie präferiere zwar den regelbasierten Freihandel, doch Markteingriffe in Form von Handelsschutz für die europäische Industrie seien an dieser Stellen notwendig, auch um die Handlungsfähigkeit der EU zu demonstrieren.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/ank/apo/mgo/rio

(END) Dow Jones Newswires

March 09, 2018 03:53 ET (08:53 GMT)

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