Der Schadenersatz-Streit um die Lieferung von
Sitzbezügen zwischen dem Zulieferer Prevent und dem Autobauer
Daimler
Prevent hatte Schadenersatz von gut 40 Millionen Euro gefordert. Das Unternehmen hatte Daimler bis 2014 mit Sitzbezügen beliefert und wirft dem Autobauer vor, den Liefervertrag unrechtmäßig beendet zu haben, kurz nachdem neue Konditionen vereinbart worden waren. Daimler wiederum wirft dem Zulieferer vor, diese neuen Konditionen mit der unrechtmäßigen Androhung eines Lieferstopps erzwungen zu haben.
Der Autobauer teilte mit, dass das gerichtliche Verfahren nun fortgesetzt werde. Die Klage halte man für unbegründet. Darüber hatte zuvor auch die "Automobilwoche" berichtet. Prevent wollte den Stand des Verfahrens vorerst nicht kommentieren.
Für den Fall, dass das Verfahren nicht durch einen Vergleich beendet wird, haben die Richter von den Beteiligten bereits Antworten auf etliche offene Fragen verlangt. Unter anderem halten sie die Höhe des angeblich entstandenen Schadens für nicht nachvollziehbar. Ungeklärt ist demnach auch, ob für Prevent zum fraglichen Zeitpunkt eine Lieferverpflichtung bestand - denn nur dann wäre die Ankündigung eines Lieferstopps überhaupt als widerrechtliche Drohung zu werten./eni/DP/jha
ISIN DE0007100000
AXC0220 2018-05-16/14:05
