LUXEMBURG (Dow Jones)--Die staatlichen Haushaltsdefizite in der Eurozone sind 2017 gesunken. Den Hintergrund bildeten der stabile Wirtschaftsaufschwung und die zurückweichende Arbeitslosigkeit. Das öffentliche Defizit im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging auf 0,9 Prozent zurück, wie die Statistikbehörde Eurostat berichtete. Im Jahr 2016 hatte der Wert noch 1,5 Prozent betragen. In der EU-28 sank das Defizit 2017 auf 1,0 Prozent von 1,6 Prozent zuvor.
Gemessen am BIP verringerte sich der öffentliche Schuldenstand im Euroraum von 89,0 auf 86,7 Prozent und in der EU-28 von 83,3 auf 81,6 Prozent.
Ende 2017 waren die Verschuldungsquoten in Estland (9,0 Prozent), Luxemburg (23,0 Prozent), Bulgarien (25,4 Prozent), Tschechien (34,6 Prozent), Rumänien (35,0 Prozent) und Dänemark (36,4 Prozent) am niedrigsten.
Fünfzehn Mitgliedstaaten wiesen eine Verschuldungsquote von mehr als 60 Prozent des BIP auf. Dazu zählten auch Deutschland (64,1 Prozent), Frankreich (97,0 Prozent) und Spanien (98,3 Prozent).
Die höchsten Verschuldungsquoten wurden in Griechenland (178,6 Prozent), Italien (131,8 Prozent), Portugal (125,7 Prozent) und Belgien (103,1 Prozent) registriert.
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April 23, 2018 05:00 ET (09:00 GMT)
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