Von Adam Clark
LONDON (Dow Jones)--Die britische Bank Barclays hat im ersten Quartal wegen Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten und Rückstellungen für mögliche Schadensersatzansprüche einen Verlust geschrieben. Die Bank legte weitere 400 Millionen britische Pfund zurück, um Ansprüche aus dem Skandal um den Verkauf unnötiger Kreditausfallversicherungen zu decken.
Für die drei Monate per Ende März buchte die Barclays plc einen Nettoverlust von 764 Millionen Pfund. In Vorjahresquartal hatte die Bank 190 Millionen Pfund verdient. Der Vorsteuerverlust belief sich auf 236 Millionen, nach einem Gewinn von 1,68 Milliarden Pfund im Vorjahreszeitraum.
Neben den Rückstellungen belastete auch die Einigung mit dem US-Justizministerium im Streit um hypothekenbesicherte Wertpapiere die Bilanz. Gegen Zahlung von 2 Milliarden US-Dollar kaufen sich die Briten von dem Vorwurf frei, vor der Finanzkrise 2008 beim Verkauf dieser Wertpapiere betrogen zu haben.
Bereinigt um die Belastungen stieg der Vorsteuergewinn um 1 Prozent auf 1,73 Milliarden Pfund, wobei ein Rückgang der Wertminderungsaufwendungen und der Betriebskosten durch einen Rückgang der Erträge ausgeglichen wurde. Die um die Kosten bereinigte Eigenkapitalrendite der Bank betrug 11 Prozent.
Die Einnahmen sanken um 8 Prozent auf 5,36 Milliarden Pfund, was auf den Wegfall einmaliger Vorteile im internationalen Segment zurückzuführen ist.
Die Corporate-und-Investmentbank steigerte ihren Vorsteuergewinn auf 1,18 Milliarden Pfund, von 790 Millionen Pfund im Vorjahr, wobei sie von höheren Erträgen im Aktien- und Marktsegment profitierte. Die Erträge aus festverzinslichen Wertpapieren, Währungen und Rohstoffen gingen um 2 Prozent auf 869 Millionen Pfund zurück.
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April 26, 2018 03:03 ET (07:03 GMT)
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