Der mitten im Umbruch steckende Siemens
So baut Siemens-Chef Joe Kaeser den Mischriesen aktuell kräftig um.
Künftig soll Siemens aus drei operativen und drei ausgelagerten
Geschäftsbereichen bestehen, in denen der Konzern weiter einen
Großteil der Anteile hält. Auf diese Art will der Konzern schlanker
und flexibler werden. Die Medizintechnik und die Windkraftsparte hat
Siemens bereits an die Börse gebracht. Bei der Bahntechnik steht
noch die Zustimmung der EU-Kommission für ein Zusammengehen mit dem
französischen Konkurrenten Alstom
Die kriselende Kraftwerksparte (Power & Gas) bleibt indes im eigenen Haus. Hier werden kräftig Kosten gespart. Mit der Arbeitnehmerseite einigten sich die Verantwortlichen auf eine Neustrukturierung der Standorte und den Abbau von 2900 Stellen allein in Deutschland.
Für Schlagzeilen sorgten zuletzt auch die Ambitionen des Mischkonzerns im Nahen Osten. Im Irak will Siemens die Stromerzeugungskapazitäten um elf Gigawatt erweitern und konkurriert mit einem Angebot des US-Konkurrenten General Electric. Der Zuschlag für Siemens stand zwischenzeitlich auf der Kippe, nachdem die USA für den eigenen Konzern mächtig Druck gemacht hatte. Inzwischen hat Kaeser ein Memorandum of Understanding mit der irakischen Regierung unterzeichnet. Sicher ist der Auftrag aber noch nicht.
Kürzlich sagte er zudem eine Wirtschaftskonferenz im saudischen Riad nach einigem Hin und Her ab, weil dem Land die Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi vorgeworfen wird./maa/DP/zb
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AXC0029 2018-11-08/05:50
