Von Olaf Ridder
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Strafzölle der USA auf Stahlimporte treffen Voestalpine deutlich weniger als zunächst befürchtet. Für 2.360 Produkte hat die US-Administration dem österreichischen Stahlkonzern inzwischen Ausnahmegenehmigungen erteilt, wie der am Dienstag mitteilte. Nur 280 von insgesamt eingereichten 4.300 Anträgen seien bisher negativ beschieden worden.
Vorstandschef Wolfgang Eder äußerte sich "optimistisch, auch für die noch offenen Anträge überwiegend positive Rückmeldungen zu erhalten". Die USA erheben seit Juni 25 Prozent Zoll auf Stahl- sowie 10 Prozent auf Aluminium-Produkte, die aus Europa eingeführt worden.
Voestalpine hatte Anfang August erklärt, maximal 3 Prozent des Konzernumsatzes seien von den Zöllen betroffen. Jetzt hieß es, mit den Ausnahmegenehmigungen sinke das Risiko noch einmal deutlich. Zwei Drittel seines US-Umsatzes in Höhe von 1,2 Milliarden Euro macht der Konzern aus Linz ohnehin als lokaler Erzeuger. Bei den eingeführten Voestalpine-Produkten handelt es sich nach Konzernangaben um "nicht oder kaum verfügbare High-Tech-Stähle".
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October 09, 2018 05:08 ET (09:08 GMT)
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